„Ignatz / Hendrik“ kostet Versicherer 250 Mio. Euro
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Über Deutschland braute sich etwas zusammen. Quelle: Bild von WikiImages auf Pixabay

Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss rechnet für Sturm „Ignatz / Hendrik“ mit einem versicherten Marktschaden von 250 Mio. Euro für Deutschland. „Am heftigsten wütete das Sturmtief in der Mitte Deutschlands in einem Gebiet vom Saarland bis nach Sachsen, in dem die Böengeschwindigkeiten Werte über 100 km/h erreichten. Nur der äußerste Norden und Süden waren kaum betroffen“, erläutert Geschäftsführer Onnen Siems.

Bei „Ignatz / Hendrik“ handelt es sich zwar um das teuerste Sturmereignis dieses Jahres, doch mit den Milliardenschäden durch die Hagelereignisse im Juni und die Flutkatastrophe im Juli könne es bei weitem nicht verglichen werden. „Mit der Nordwestströmung und hohen Tiden an der Nordseeküste erinnerte der Sturm auch an eine bisher fehlende Versicherungslösung für die Gefahr Sturmflut“, erklärt Siems.


In der Meteorologie sorgte das erste Sturmtief der Saison 2021/22 für Verwirrung. Lagen die Prognosen im Vorfeld noch weit auseinander, wurde dann zu Beginn der Woche klar, dass es einen Sturm geben würde. Die gemessenen Windwerte am Donnerstag lagen noch über den vorhergesagten.


Zusätzliches Durcheinander gab es durch eine unterschiedliche Namensgebung. Während viele Wetteranbieter von Sturm Ignatz sprachen, korrigierte sich der Deutsche Wetterdienst und ordnete die Windgeschwindigkeiten am Donnerstag dem Tief „Hendrik II“ zu. Die Namensgebung der Tief- und Hochdruckgebiete erfolgt durch das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin. Die Namensgebung ist international nicht einheitlich. So heißt der Sturm in Frankreich zum Beispiel „Aurore“.

Autor: VW-Redaktion

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