Konzern Versicherungskammer setzt auf neues Arbeitsmodell

VKB-Standort in der Münchener Maximilianstraße. Quelle: VKB

Corona scheint es möglich zu machen: Die Versicherer passen ihre Arbeitszeitmodelle zunehmend den neuen Gegebenheiten an. Jüngstes Beispiel: Der Konzern Versicherungskammer, der die Zusammenarbeit für die rund 6.900 Mitarbeiter an allen Standorten und in allen Organisationseinheiten neu ausrichten will. Das Zauberwort dabei lautet: Smart Working.

Das Ziel: Ein agiles und mobiles Arbeitsumfeld. Dies bedeute laut Versicherer auch eine stärkere Flexibilisierung der Arbeitsräume: Homeoffice bzw. mobil arbeiten darf jeder Mitarbeiter. Einen persönlichen Arbeitsplatz wird es nicht mehr für alle geben, stattdessen gelte Desk-Sharing. Zudem seien 69 Prozent der befragten Mitarbeiter vollkommen oder sehr zufrieden mit dem Arbeiten im Homeoffice. 54 Prozent der Führungskräfte und Mitarbeitenden geben einen positiven Einfluss von Homeoffice auf die Leistungserbringung an, 41 Prozent halten ihre Leistungserbringung für gleich wie vor dem Corona-Homeoffice.

„Für mich ist vieles bei Smart Working eigentlich nichts Neues, sondern eine Weiterentwicklung von dem, was im Konzern schon vorhanden war. Wir setzen darauf auf, denken es weiter und führen alles in einer smarten Arbeitswelt zusammen. Jetzt kann jeder im Konzern darauf zugreifen und wir alle können gemeinsam unsere neue Arbeitswirklichkeit entwickeln“, kommentiert Jutta Pesch, die das Projekt im Arbeitspaket Change und Kommunikation mitgestaltet hat.

„Smart Working bedeutet für uns, Vertrauen zu geben und Eigenverantwortung zu übernehmen“, fasst Marleen Tellermann von der Organisationsentwicklung zusammen. „Unterstützt von moderner Ausstattung arbeiten wir ergebnisorientiert, selbstorganisiert und flexibel an der Erreichung der vereinbarten Ziele für den Konzern und der Entfaltung unserer Potenziale“, ergänzt Personalentwicklerin Veronika Grassl.

Auf Mallorca leben, in Deutschland angestellt sein? Bei der Generali wäre eine solche Verbindung von Arbeit und Privatleben zumindest auch nicht unvorstellbar. Der Versicherer gibt keine festen Tage oder individuellen Quoten vor, an denen Mitarbeiter mobil arbeiten können oder müssen. Mobiles Arbeiten bedeutet dabei nicht zwangsläufig Homeoffice. „Die Mitarbeitenden entscheiden eigenverantwortlich, von wo aus sie arbeiten“, erklärt Personalvorstand Robert Wehn. Das gehört zu einem Konzept, das CEO Giovanni Liverani mit dem neuen Humanismus in der Versicherung verfolgt.

Auch andere Versicherer reagieren bereits auf die neue Herausforderung: Die Zurich Deutschland ist bereits im großen Stil umgezogen, der Allianz-Leben steht das bevor, während sich die Axa-Deutschland (weitgehend) in bekannten Flächen wandelt. Die Schwierigkeiten sind dieselben. Alle Unternehmen müssen sich mit den neuen Arbeitsrealitäten arrangieren. Das beinhaltet mehr Homeoffice und Eigenverantwortung für den Einzelnen und im Gegenzug weniger Platzbedarf und Kontrolle für die Unternehmen. Praktisch vorausgesetzt wird eine lückenlose Technisierung im Home- und Festoffice.

Autor: VW-Redaktion

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