Menschenrechtsgruppen fordern Allianz-Rückzug von Olympischen Winterspielen
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Nationalstadion in Peking. Quelle: Bild von Werner Sidler auf Pixabay

Mehrere Menschenrechtsgruppen haben die Allianz aufgefordert, ihr Engagement für die Olympischen Winterspiele 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking zurückzuziehen. “Unzählige Gruppen in China sind mittlerweile Opfer von kultureller Zerstörung, unverhältnismäßigen Gefängnisstrafen und Folter”, heißt es in einem Schreiben von 37 Initiativen an Konzernchef Oliver Bäte.

Als Beispiele für die chinesischen Repressalien nennen die Menschenrechtler Tibet, Hongkong und die autonome Region Xinjiang, wo nach Schätzungen mittlerweile eine sechs- bis siebenstellige Zahl von Menschen in Umerziehungslagern interniert sei. Die Allianz lehnt die Forderung indes ab: “Die Olympische Bewegung ist auf den Werten Exzellenz, Freundschaft und Respekt aufgebaut – und bei den Spielen geht es darum, die Welt zusammenzubringen und damit ein Symbol des Friedens zu setzen. Die Allianz teilt diese Werte und wir haben nicht vor, von unserer Vereinbarung zurückzutreten”, wird eine Unternehmenssprecherin bei der Deutschen Presseagentur (dpa) zitiert.

Die Allianz hatte Anfang 2021 eine weltweite Partnerschaft mit der Olympischen und Paralympischen Bewegung offiziell gestartet, die über acht Jahre angelegt ist. Im Rahmen der Partnerschaft werden die Münchener zudem die regulären Olympischen Spiele absichern. Dazu gehören unter anderem auch Unfallversicherungen für Sportler oder die Versicherung der Fahrzeuge. Medienberichten zufolge beläuft sich die Summe auf rund 400 Mio. Euro.

Bei den kommenden Sommerspielen in Tokio greift der Versicherungsschutz allerdings noch nicht. Vielmehr umfasst das Sponsoring die Winterspiele 2022 und 2026 sowie die Sommerspiele 2024 und 2028. Bereits 2019 erhielt die Allianz die Vermarktungsrechte in China, Frankreich und Spanien. Insgesamt sind mit der Allianz 14 Unternehmen Hauptsponsoren der Olympischen Spiele, darunter unter anderem auch Coca-Cola und Panasonic.

Autor: VW-Redaktion

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