Geringe Schäden bescheren der Mecklenburgischen ein sattes Gewinnplus

Führungswechsel bei der Mecklenburgischen: Toren Grothe (links) übernimmt den Vorstandsvorsitz von Thomas Flemming. (Foto: Andrea Bödeker)

Der neue Vorstandsvorsitzende Toren Grothe, der das Amt bei der Hauptversammlung am 11. Juni 2021 in Hannover von seinem Vorgänger Thomas Flemming übernommen hat, spricht von einem „erfolgreichen Geschäftsjahr“ 2020 für die Gesellschaften der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe. Der Umsatz stieg um drei Prozent und der Gewinn wuchs um fast 14 Mio. Euro.

„Das Geschäftsjahr verlief dank eines außerordentlich guten Vertriebsergebnisses sowie einer moderaten Schadenentwicklung positiv“, zieht der neue Vorstandsvorsitzende Toren Grothe Bilanz. Insgesamt verzeichneten die Gesellschaften der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe für das vergangene Geschäftsjahr ein Beitragswachstum von 3,0 Prozent und schneiden damit fast doppelt so gut ab wie der Markt mit einem Plus von 1,6 Prozent. Im Hauptgeschäft, der von der Muttergesellschaft betriebenen Schaden- und Unfallversicherung, beliefen sich die Beiträge auf insgesamt 463,4 Millionen Euro – ein Zuwachs von 3,9 Prozent zum Vorjahr (Markt: 2,3 Prozent). Im Ergebnis erzielte die Muttergesellschaft einen Jahresüberschuss vor Steuern von 33,2 Millionen Euro, der deutlich über dem Vorjahreswert von 19,4 Millionen Euro liegt.

Das Geschäftsjahr sei wegen des reduzierten Verkehrsaufkommens besonders durch eine geringe Schadenbelastung in der Kraftfahrtversicherung geprägt gewesen. „Aber auch die meist unterdurchschnittliche Schadenlast in den anderen Sparten sowie das Ausbleiben von Elementarschadenereignissen haben die Schadenentwicklung positiv beeinflusst“, so Grothe weiter. Der Gesamtschadenaufwand sank um 6,0 Prozent auf 254,9 Mio. Euro.

Tochtergesellschaften mit stabilen Ergebnissen

Auch die Tochtergesellschaften Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG und Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG konnten der Pandemie weitgehend trotzen. Gegenüber dem Vorjahr hatte die Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG bei den Brutto-Beitragseinnahmen einen leichten Rückgang von 0,6 Prozent zu verbuchen. Dagegen ist das Beitragsaufkommen am Markt, dessen Wachstum im Wesentlichen auf Einmalbeiträgen beruht, leicht um 0,4 Prozent gestiegen. „Mit einem Rohüberschuss von 4,8 Mio. Euro hat die Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG dennoch ein im Marktumfeld sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt“, betont das Unternehmen.

Die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG wuchs um 4,8 Prozent. Der erzielte Rohüberschuss von 6,8 Mio. Euro übertraf das bereits gute Vorjahresergebnis (2019: 6,6 Mio. Euro).

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Grothe vorsichtig optimistisch: „Ein Ausblick ist angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage weiterhin mit Unsicherheit behaftet. Die aktuellen Beitrags- und Schadenentwicklungen lassen jedoch erneut ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erwarten.“

Autor: VW-Redaktion

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