Waterdrop ist das nächste Lemonade

Lohnt sich der Wassertropfen-IPO? Bild von Gerhard Bögner auf Pixabay.

Alle Augen sind derzeit auf das Online-Versicherungstechnologie-Unternehmen Waterdrop gerichtet. Die Chinesen wollen wie zuvor Lemonade die New Yorker Börse stürmen. Als Ziel des Börsengangs wurden 360 Mio. Dollar angegeben, doch das ist wohl nur falsche Bescheidenheit. Einige Eckdaten suggerieren größeres.

Es kann gut sein, dass Waterdrop ähnlich tief stapelt wie Lemonade und das tatsächliche Ergebnis weit höher ausfällt als in den Börsenpapieren mit 360 Mio. US-Dollar angegeben. Das Resultat von Lemonade im Juli 2020 war trotz Pandemie so gut, dass direkt neue Anteile nachgeschoben wurden. Offenbar schielt Waterdrop auf ähnliches, es wurde eine greenshoe-option, vereinbart, die den Vertrieb von  4,5 Millionen Extraanteilen beim IPO erlaubt.

Gerüchte bezüglich des Modells

Das Interesse am Pekinger-Unternehmen ist vorhanden. Bereits jetzt haben Cornerstone-Investors sich für 210 Mio. Dollar eingeschrieben, Boyu Capital trägt davon hundert Millionen, meldet Reuters. Das Unternehmen “distributes” Online-Versicherungspolicen und bietet zudem “illness crowd-funding”.

Der Börsengang war nicht unproblematisch. Im April wurde bekannt, dass die China Banking and Insurance Regulatory Commission, praktisch die chinesische BaFin, Fragen zu den Geschäftsrisiken von Waterdrop hatte – gerüchteweise soll sogar ein Börsenverbot im Raum gestanden haben. Das Unternehmen hatte das Gemunkel dementiert.

Der Vorgang hat den IPO-Prozess verzögert, aber dem Interesse offenbar keinen nachhaltigen Schaden zugefügt. Am Ende werden die Aktionäre entscheiden, ob sich der “Wassertropfen” lohnt oder nicht.

Autor: VW-Redaktion

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