Wie haben sich die Insurtechs im Coronajahr 2020 geschlagen?

Quelle: Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay

Die großen Player der Versicherungsbranche legen in diesen Wochen ihre Bilanzen für das Ausnahmejahr 2020 vor. Doch wie haben sich die Jungunternehmen in den vergangenen Monaten geschlagen? Vor allem das hochgelobte US-Insurtech Lemonade scheint in Deutschland noch gehörige Startschwierigkeiten zu haben.

So konnte das Versicherungs-Start-up laut eines Berichts des Finanzmagazins Finance Forward die Einnahmen im letzten Jahr zwar verdoppeln. In Deutschland fällt die Bilanz hingegen eher bescheiden aus. So knackte die US-Firma im ersten Jahr nicht einmal die Millionen-Marke und nahm gerade einmal mal 618.895 Euro an Prämien ein.

Deutlich besser sei es hingegen für den digitalen Krankenversicherer Ottonova gelaufen: So haben sich die Beitragseinnahmen laut Bericht nahezu verdreifacht: Mittlerweile biete das Insurtech auch Zusatzversicherungen und setzt auf einen Vertrieb über die Vergleichsplattformen. Die Schadenquote liege bei 50 Prozent, heißt es weiter.

Die Beitragseinnahmen von Ottonova lagen 2020 bei neun Mio. Euro – und damit noch vor Element mit 6,8 Mio. Euro, Neodigital mit 6,5 Mio. Euro und Coya mit zwei Mio. Euro. Unangefochtener Spitzenreiter ist laut Bericht hingegen Wefox mit Beitragseinnahmen von 33,8 Mio. Euro.

Dennoch hat die Pandemie vielen Versicherungs-Start-ups einen Schub bei den Kundenzahlen beschert. Gleichzeitig halten Venture-Capitalgeber ihr Geld in der Krise vermehrt zurück. Insurtechs mussten auf Brückenfinanzierungen zurückgreifen und um weiterhin auf dem Wachstumskurs zu bleiben.

Autor: VW-Redaktion

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