No Deal: Hartford verweigert sich Chubb

Willi Heidelbach auf Pixabay

Wenn 23 Mrd. US-Dollar nicht genug sind. Der Industrieversicherer Chubb hat diese Summe für die Übernahme des Mitbewerbers Hartford Financial Services Group (Hartford) abgegeben. Der Umworbene winkt ab; endgültige Aussage oder Poker um mehr Ablöse?

Das Gerücht elektrisierte den Markt, würde doch mit der Übernahme ein Gigant des (amerikanischen) Industrieversicherungsmarkts entstehen. Das Angebot von Chubb ist bestätigt und soll sich um 23 Mrd. Dollar bewegen. Die Webseite artemis.bm meldete allerdings bereits kurz nach Bekanntwerden, dass das Angebot durchgefallen sei. Mit der Absage ist der  größte Deal im Bereich property/casualty seit dem Jahr 2016 durchgefallen.

Die Ablehnung  von Hartford ist deutlich. Nach Prüfung des Angebots wäre das Unternehmen zum Schluss gekommen, dass es nicht im eigenen und Interesse der Stakeholder sei, “Gespräche aufzunehmen”.

Quelle: Hartford Financial Services Group (Hartford)

Das Chubb-Angebot belief sich auf 65 Cent pro Aktie und bedeutete eine 13-prozentige Steigerung vom Aktienpreis des Angebotstages. Einige Analysten sind der Meinung, dass Hartford 80 Cent pro Papier wert ist. Die Wells Fargo Analystin Elyse Greenspan hat in einem Schreiben gegenüber ihren Klienten spekuliert, dass Chubb beim Angebot “möglicherweise” noch einmal nachbessern wird, schreibt Reuters.

Das Interesse von Chubb ist nachvollziehbar. Hartford hat seinen Schwerpunkt im Bereich der kleineren Unternehmen, Chubb ist eher bei mittleren und großen Unternehmen tätig. Der Poker ist wohl  noch nicht zu Ende.

Autor: VW-Redaktion

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