GDV: Versicherer erwarten für 2021 ein deutliches Beitragsplus
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GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Quelle: GDV

Die Versicherer scheinen das Geschäftsjahr 2020 im Großen und Ganzen recht glimpflich überstanden zu haben. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schlossen die Versicherungsunternehmen über alle drei Sparten hinweg mit einem Beitragszuwachs von 1,2 Prozent auf 220,1 Mrd. Euro ab. 2021 sollen die Prämieneinnahmen wieder deutlich steigen.

So rechnet der Verband für das laufende Jahr mit einem deutlichen Beitragsplus von zwei Prozent. Dafür müsse es aber nach dem zu erwartenden schwachen Jahresbeginn im Laufe des Frühjahrs zu Lockerungen bei den Einschränkungen und großen Fortschritten, schränkt GDV-Präsident Wolfgang Weiler jedoch ein.

Besonders stark haben im vergangenen Jahr die Lebensversicherer an den Folgen der Pandemie gelitten: 2020 verzeichneten die Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds ein Minus von 0,4 Prozent auf knapp 103 Mrd. Euro. In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen laut GDV-Hochrechnungen um 2,1 Prozent auf 74,8 Mrd. Euro.

“Wenn wir uns das in vielerlei Hinsicht turbulente und wirtschaftlich schwierige Jahr 2020 anschauen und das starke Vorjahr berücksichtigen, dann sind wir mit dem Beitragsverlauf sehr zufrieden.”

Wolfgang Weiler, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Die Leistungen im gesamten Schaden- und Unfallbereich gingen laut GDV im Jahr 2020 um 2,5 Prozent auf voraussichtlich 52,0 Mrd. Euro zurück. Durch die bislang zwei Lockdowns entstanden zwar hohe Aufwände für ausgefallene Veranstaltungen und Betriebsschließungen; zugleich wurden aber auch weniger Unfälle im Straßenverkehr oder bei Freizeitaktivitäten sowie weniger Einbrüche, Warentransporte und aufgrund der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht auch weniger Firmenpleiten verzeichnet.

Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherungsunternehmen erhöhten sich 2020 um 3,8 Prozent auf 42,6 Mrd. Euro. Davon entfallen 38,4 Mrd. Euro auf die Krankenversicherung (plus 1,5 Prozent). In der Pflegeversicherung lagen die Einnahmen bei 4,2 Mrd. Euro (plus 31,2 Prozent). Die sei nach Angaben des Branchenverbandes vor allem durch Mehrleistungen im Zuge der gesetzlichen Pflegereformen verursacht worden.

Autor: VW-Redaktion

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