Kooperation statt Neid: So verändert Open Source die Versicherungswirtschaft

Hilft Teamwork den Versicherern bei den IT-Problemen? Bild von Gerd Altmann auf Pixabay.

Immer mehr Versicherer fragen nach Kollaboration bei digitalen Fragestellungen. Das verwundert nicht, ähneln sich die digitalen Probleme der Häuser doch häufig und resultieren nicht selten aus veralteter IT. Kann eine Open-Source-basierte Zusammenarbeit helfen? Der Softwareentwickler sum.cumo aus Hamburg glaubt daran.

Die Vorteile von Open Source, (meist) kostenlose und frei nutzbare Software, sind hohe Kompatibilität, offene Standards, gute Codequalität und schnelle Innovationsgeschwindigkeit. In der Vergangenheit waren die Versicherer aber häufig zurückhaltend bei der Nutzung. Die Allianz hat sich  aus der Deckung gewagt. Die lange unter dem Namen ABS bekannte Bestandsführungssoftware wurde unter eine Open Source Lizenz gestellt und kann jetzt von anderen Branchenteilnehmern genutzt werden. Für die Vermarktung und den Betrieb wurde mit Syncier eine eigene Einheit aufgebaut, die möglichst unabhängig positioniert werden soll.

“Ohne Kollaborationen wird es immer schwieriger, digital Schritt zu halten.”

Ingolf Putzbach, Geschäftsführer von sum.cumo

Das System Open Source wird in der Branche erstmals als Alternative zu der klassischen Make-or-buy Entscheidung gesehen.  Die Bereitschaft zur Kooperation wächst. Nicht nur die Allianz, sondern auch Insurtechs sind Verfechter der Open-Source-Idee.

Ein anderes Beispiel ist die sum.cumo insurance platform (SCIP). Analog zum Syncier-Angebot ist es eine Enterprise Version. Aktuell für drei Länder werden die wesentlichen Geschäftsprozesse und regulatorischen Anforderungen des Versicherungsgeschäfts in einer Open Source Schicht abgebildet. “Ohne Kollaborationen wird es immer schwieriger, digital Schritt zu halten”, erklärt sum.cumo Geschäftsführer Ingolf Putzbach.

Ingolf Putzbach. Quelle: Sum.cumo

Wie die Zusammenarbeit mehrere Versicherer auf SCIP funktioniert, wie Ressourcen sinnvoll und effizient eingesetzt werden und dennoch Raum für Individualität bleibt,  erklären die Hamburger in einem zehnminütigen Film.

Autor: VW-Redaktion

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