Digitale Währungen: „Akzeptanz steigt, weitere Regelungen notwendig“

MichaelWuensch auf Pixabay

Kryptowährungen werden immer wichtiger – gerade bei Investoren. Das war eine der zentralen Botschaften des ersten Tages der Crypto Assets Conference 2020. Die andere lautete, dass die Regularien sich zwar in die richtige, sprich: gegenüber digitalen Währungen offene, Richtung bewegen, aber noch viel zu tun ist. Bei der Konferenz geben sich namhafte Sprecher noch weitere zwei Tage die virtuelle Klinke in die Hand.

Immer mehr Asset-Manager setzen bei ihren Investment auf digitale Währungen, um der sonstigen Anlagen- und Zinsdürre zu entkommen. Das war eines der Themen auf dem ersten Tag der Konferenz, der unter dem Schlagwort „ Digital Assets, Securities and Infrastructure“ geführt wurde. Das Schlagwort bildete die thematische Klammer der Vorträge.

Quelle: Crypto Assets Conference 2020

Zudem professionalisiert sich die Kryptowährungsszene immer stärker. Wer heute bei Bitcoin noch an den dicken, ungewaschenen Nerd denkt, der im eigenen Keller Coins produziert und zwielichtig vertreibt, hat den Anschluss verloren. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die in dem Bereich tätig sind und ihn professionalisieren, wie diese Grafik zeigt.

Crypto Assets Conference 2020

Die nächste Stufe auf der Entwicklungsleiter wären spezialisierte Banken, im Vortrag als „white glove full service crypto banking“ bezeichnet, erklärt Maximilian von Wallenberg, Geschäftsführer der Boerse Stuttgart Digital Exchange, Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte.

Sicherheit first

Damit die Kryptowährungen (weiterhin) sicher sind und bleiben, wären einige Maßnahmen notwendig, erklärte Benjamin Duve von der Commerzbank. Speziell der Gesetzgeber müsse tätig werden

Crypto Assets Conference 2020

Grundsätzlich bewege sich die Gesetzgebung allerdings in die richtige Richtung. In Zukunft bedürfe es einem „digitalen Euro, um die Akzeptanz der Kryptowährungen voranzubringen, wie er in seinem Vortrag mehrmals erklärte.

Steve Jacoby und Gregor Evenkamp, Clifford Chance, sprachen in ihrem Vortrag von den gesetzlichen Rahmen in der elektronischer Wertpapiere allgemein und im Vergleich gegenüber Frankreich und Luxemburg. Ihrer Meinung nach ist die Gesetzgebung in Deutschland deutlich weiter entwickelt beziehungsweise ganzheitlicher ist als in den Nachbarländern. Der verfolgte Ansatz werde im europäischen Markt als sehr fortschrittlich und sogar richtungsweisend wahrgenommen.

In der nachmittäglichen Diskussionsrunde um Jens Siebert, Kapilendo, wurde sehr deutlich, dass die Teilnehmer von der EU weitere Anstrengungen fordern, um rechtliche Hürden für die Kryptowährungen aus dem Weg zu räumen.

Wer mehr gute Redner über das spannende Thema „Krypto“ hören möchte, kann heute und morgen an der Crypto Assets Conference 2020 teilnehmen. Heute ist das Thema „Crypto and Custody“, morgen dann „Digital Euro and Stablecoins“. Die Tickets und Zugangsdaten können über die verlinkte Website bezogen werden.

Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde am 9.November 2020 editiert. Die Aussagen von Steve Jacoby und Gregor Evenkamp wurden angepasst.

Autor: VW-Redaktion

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