GDV warnt wegen Corona vor millionenschweren D&O-Fällen
 VWheute Sprint 

D&O-Fälle mit Millionenforderungen drohen. Quelle: Bild von Free-Photos auf Pixabay

Ist Covid-19 eine Managerklagemaschine? Die Versicherer erwarten für das kommende Jahr zahlreiche Prozesse gegen Geschäftsführer und Vorstände, deren Unternehmen in der Corona-Pandemie insolvent werden. Die Haftungsrisiken haben sich unter anderem deswegen erhöht, weil überschuldete Unternehmen bis Ende des Jahres keinen Insolvenzantrag stellen müssen, erklärt der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV).

 „Das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht hilft der Wirtschaft nicht, sondern verschiebt die Insolvenzwelle in die Zukunft und richtet in der Gegenwart Schäden an: Sie verstellt den Blick auf die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung, hält Unternehmen künstlich am Leben und schafft Unsicherheit allerorten“, erklärt GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen.

Viele Forderungen gegen die Firmenlenker sind haltlos. „„Die ersten Ansprüche der Insolvenzverwalter sind ausnahmslos entweder zu hoch oder gänzlich unbegründet“, sagt Daniel Messmer, Vorsitzender der GDV-Arbeitsgruppe D&O-Versicherung. Daher müssten die Versicherer viel Zeit und Geld investieren, die überhöhten Forderungen abzuwehren.

Mehr Informationen finden Sie morgen im Tagesreport, den Sie kostenlos abonnieren können.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

16 + zehn =