Helvetia lobt eigene Stabilität trotz Millionen-Rückgang

Gebäude der Helvetia in Frankfurt Architekt: Richard Heyl Ort: Frankfurt

Das erste Halbjahr des Versicherers war geprägt von den Folgen von COVID-19. In einem „schwierigen Umfeld“ bestätigte sich die „Stabilität des Geschäftsmodells und die solide Kapitalisierung“, erklärt das Unternehmen. Parallel melden die Schweizer einen Rückgang beim IFRS-Ergebnis nach Steuern im zweistelligen Millionenbereich.

Beim Ergebnis wirkten sich eine deutlich schwächere Performance auf Kapitalanlagen aufgrund des Einbruchs der Aktienmärkte und die Schäden infolge von COVID-19 aus, begründet das Unternehmen den Rückgang. Zudem wurde ein negativer Sondereffekt infolge der Neuausrichtung eines Projekts zur Erneuerung der IT-Systemlandschaft im Ländermarkt Schweiz verbucht. Das IFRS-Ergebnis nach Steuern lag im ersten Halbjahr 2020 bei minus 16.9 Mio. Schweizer Franken.

Trotz der Pandemie zeigt das Geschäftsvolumen im Nicht-Lebengeschäft einen Zuwachs von 9,0 Prozent , getrieben von Specialty Markets und der Sachversicherung in der Schweiz und in Europa. Im Lebengeschäft entwickelten sich die anlagegebundenen Produkte in Europa mit einem währungsbereinigten Plus von 26,8 Prozent „sehr positiv“. Das gesamte Geschäftsvolumen sank „aufgrund der Einführung eines neuen Tarifs im Schweizer Kollektiv-Leben“ nach Unternehmensangaben „erwartungsgemäß“ um 3.2 Prozent in Originalwährung. Das Lebengeschäft erwies sich insgesamt als „robust“, die Neugeschäftsmarge lag mit 2,8 Prozent „klar über der strategischen Zielvorgabe“. Mit der Lancierung des ersten Immobilienfonds durch Helvetia Asset Management konnte Helvetia eine neue Ertragsquelle „erschließen“. Im Nicht-Lebengeschäft lag die Netto Combined Ratio bei 95.9 Prozent.

Im Plan und zufrieden

 Die Umsetzung der Strategie „helvetia 20.20“ verläuft trotz der Folgen von COVID-19 plangemäß, und Helvetia ist „auf gutem Weg“, die strategischen Ziele zu erreichen.  Im Juni 2020 schloss Helvetia erfolgreich die Transaktion zur Übernahme der spanischen Versicherungsgesellschaft Caser und deren Finanzierung ab – VWheute berichtete. Das Geschäft mit Caser entwickele sich „positiv“.

„Das operative Geschäft von Helvetia zeigt sich trotz der Folgen von COVID-19 robust und widerstandsfähig. Dazu trug insbesondere auch unsere geografische Diversifikation bei. Trotz einmaliger Sondereffekte, die das Ergebnis belasten, sind wir zuversichtlich, die im Rahmen von helvetia 20.20 gesteckten Ziele zu erreichen“, sagt Philipp Gmür, CEO der Helvetia Gruppe.

Autor: VW-Redaktion

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