Nürnberger-Vorstand Politycki: „Der Übergang in die ‚Post-Corona-Zeit‘ hat bereits begonnen“

Andreas Politycki, Vertriebsvorstand Nürnberger. Quelle: Nürnberger

Die pandemiebedingte „Delle“ im Neugeschäft will Andreas Politycki im zweiten Halbjahr ausbügeln. Der Vertriebsvorstand der Nürnberger setzt dafür vor allem auf die bAV, Digitalisierung und Vertriebspartnerschaften, wie er im Kurzinterview erklärt. „Unser oberstes Ziel ist es dabei, den Vertrieb so aufzustellen, dass er sich konsequent am Bedarf unserer Vermittler ausrichtet.“

VWheute: Auf welche Produktgruppen und /oder Tarife werden Sie sich im zweiten Jahr vertrieblich fokussieren?

Andreas Politycki: Der Einkommensschutz und die Altersvorsorge – hier insbesondere die bAV – werden für uns im Vertrieb die zentrale Rolle spielen. Wir gehören zu den Versicherern in Deutschland, die alle wichtigen EKS-Produkte anbieten. Also BU-, Grundfähigkeitsversicherung und Dread Disease. Um den Kunden den passenden Schutz bieten zu können, setzen wir unseren EKS-Navigator ein: unser digitales Beratungstool. Zudem haben unsere Kunden die Möglichkeit, den BU- und den Grundfähigkeitsschutz auch in der bAV-Variante abzuschließen – mit allen bekannten bAV-Durchführungsvorteilen.  

VWheute: Mit welchen Mittel möchten Sie den Vertrieb in Position bringen?

Andreas Politycki: Der Übergang in die „Post-Corona-Zeit“ hat bereits begonnen. Bis wir in der „neuen“ Vertriebs-Normalität angekommen sind, kann es aber noch dauern. Aktives Beziehungsmanagement zu Kunden und Vermittlern steht mehr denn je im Mittelpunkt. Umfang und Intensität der persönlichen Beziehungen bilden die Basis für den Erfolg in der Zukunft.

Daher wollen wir mit unseren fast 120 Vertriebsleitern überall in Deutschland ganz nah bei unseren Geschäftspartnern vor Ort sein, um zum Beispiel die Möglichkeit des Cross- und Up-Sellings im Bestand aufzuzeigen. Doch nicht nur das. Wir nehmen unsere Partner mit, wenn es darum geht, den Kunden mit Versicherungs- und Vorsorgechecks ganzheitlich beraten zu können. Dazu gehören natürlich digitale Angebote und Vertriebsinstrumente. Nicht zuletzt unser sogenanntes VTL-Tandemmodell – also jeweils ein Ansprechpartner für Leben und Schaden – wird uns dabei helfen, unsere Vertriebspartner optimal zu unterstützen. Auch unser Servicetool „NÜRNBERGER easyBT“ als digitale Beratungs- und Kommunikationsplattform kommt selbstverständlich zum Einsatz.

VWheute: Corona hat den digitalen Wandel beschleunigt, welche Auswirkungen hat das auf ihren Vertrieb?

Andreas Politycki: Corona beschleunigt das digitale Verhalten der Kunden und der Vermittler. Digitale Services und Beratung werden immer wichtiger. Hier sind wir gut aufgestellt und unterstützen unsere Partner in allen relevanten Vertriebs-, Verkaufs- und Betreuungsprozessen mit der „NÜRNBERGER easyBT“. Zum Beispiel mit Vergleichsprogrammen für Leben, Kranken, Schaden oder dem elektronischen Antragsversand mit Policierungsgarantie. Die elektronische Unterschrift des Kunden ist ebenfalls möglich.

Aber nicht erst seit Corona wissen wir: Unsere Partner und somit natürlich deren Kunden wollen reibungslose und digitale Geschäftsprozesse. Und nur, wer als Vertriebseinheit auf diesem Gebiet veränderungsbereit ist, wird auf Dauer Erfolg haben. Wir Nürnberger optimieren täglich unsere Betriebsprozesse auf Basis der Kundenerwartungen. Das ist uns ganz wichtig.

VWheute: Welche vertrieblichen Ziele haben Sie bis Ende 2020?

Andreas Politycki: Zunächst wollen wir die pandemiebedingte „Delle“ im Neugeschäft ausbügeln. Das kann uns gelingen, indem wir unsere Vertriebspartnerschaften weiter stärken – zum Beispiel mit gemeinsamen Initiativen, um noch mehr Neugeschäft zu generieren. Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere digitalen Services noch verstärkter zu vermarkten. Damit ermöglichen wir es unseren Geschäftspartnern, die Vertriebs- und Verkaufsinfrastruktur zu optimieren.

Und schlussendlich wollen wir unser Konzept „Vertrieb neu denken“ für eine vermittlerorientierte Vertriebsorganisation erfolgreich umsetzen. Unser oberstes Ziel ist es dabei, den Vertrieb so aufzustellen, dass er sich konsequent am Bedarf unserer Vermittler ausrichtet – auch an den veränderten Ansprüchen künftiger Vermittler- und Kundengenerationen.

Die Fragen stellte Maximilian Volz.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen Juli-Ausgabe DER VERMITTLER.

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