Corona-Folgen halten sich bei der R+V in Grenzen

R+V-Akademie, Quelle: Unternehmen.

Trotz der Pandemie will der Wiesbadener Versicherer im Gesamtjahr ein „leichtes Wachstum“ erzielen, erklärt der Vorstandsvorsitzende Norbert Rollinger. Im ersten Halbjahr wurden die Beitragseinnahmen im deutschen Erstversicherungsgeschäft um fast zehn Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 8,7 Milliarden Euro gesteigert . Der Ausblick bleibt vorsichtig.

Nach einem „hervorragenden Jahresauftakt“ hatte die Corona-Krise der Beitragsentwicklung des genossenschaftlichen Versicherers allerdings zwischenzeitlich einen „Dämpfer versetzt“.

Für den Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt Rollinger vorsichtig: „Wir peilen über alle Sparten ein leichtes Wachstum an.“ An ihren vertrieblichen Zielen für 2020 halte die R+V weiter fest. „Voraussetzung dafür sei allerdings, dass es zu keiner zweiten Corona-Welle kommt. „Oberste Priorität hat für uns auch weiterhin die Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie die Aufrechterhaltung unseres Geschäftsbetriebs, um weiter uneingeschränkt für unsere Kunden da zu sein und sie zu unterstützen“, erklärt Rollinger.

Die Corona-Krise geht nicht spurlos an den Wiesbadenern vorbei. „Wir rechnen für das Gesamtjahr in der Schaden-/Unfallversicherung aktuell mit einer zusätzlichen Ergebnisbelastung durch die Corona-Pandemie von 170 Millionen Euro“, sagt Rollinger. Diese Zahl sei natürlich noch mit großen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere sei in den kommenden Monaten ein Anstieg der Insolvenzen zu befürchten, die die R+V im Rahmen ihrer Kreditversicherungssparten abdeckt.

Die Geschäftsfelder

In der Lebens- und Pensionsversicherung konnte im ersten Halbjahr ein Plus erzielt werden. Die Beitragseinnahmen stiegen um 14,4 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Im privaten Vorsorgegeschäft sind „neue Garantieprodukte“ beliebt: Hier legten die Beiträge um 41,7 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zu. Dazu trugen besonders die Rentenversicherung R+V PrivatRente Performance und die neue R+V-AnlageKombi Safe+Smart bei, mit der die R+V seit Jahresbeginn am Markt ist. Um 28,5 Prozent auf ein Beitragsvolumen von 1,4 Milliarden Euro angestiegen ist die betriebliche Altersversorgung (bAV).

Bei der R+V Krankenversicherung konnte ein Beitragszuwachs von 6,4 Prozent erreicht werden. Dabei verzeichnete sie ein Plus sowohl bei den Vollversicherten (2,0 Prozent) als auch bei den Zusatzversicherten – 5,7 Prozent.

Kfz-Versicherung wächst

In der Schaden-/Unfallversicherung erzielte die R+V Versicherung in der ersten Jahreshälfte ein Beitragsplus von 5,3 Prozent auf mehr als 4,1 Milliarden Euro. „Alle Sparten trugen hierzu bei“, darunter die Kraftfahrtversicherung mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Sie ist laut R+V mit 4,8 Millionen versicherten Fahrzeugen der drittgrößte Anbieter am deutschen Markt. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Versicherer einen Bestandszuwachs von rund 80.000 Fahrzeugen.

„Besonders stark“ habe das Firmenkundengeschäft der R+V mit einem Plus von 8,7 Prozent im zurückliegenden Halbjahr zugelegt. Alle Versicherungszweige konnten hinzugewinnen, „ganz besonders“ das wohnungswirtschaftliche Geschäft im Gewerbebereich und die Ernteversicherung in der Landwirtschaft.

Autor: VW-Redaktion

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