VIG erwartet Gewinnbelastung durch Corona

Ringturm der VIG in Wien. Quelle: Vienna Insurance Group / Robert Newald

Der österreichische Versicherungskonzern Vienna Insurance Group (VIG) rechnet in den kommenden Monaten mit „dämpfenden Auswirkungen auf ihr Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020“ durch die Corona-Epidemie. Konkrete Zahlen nannte der Versicherer hingegen nicht.

„Das Ergebnis des ersten Quartals ist von der COVID-19-Pandemie noch nicht wesentlich belastet; es zeichnet sich im Gegenteil eine positive Prämien- und stabile Ergebnisentwicklung für die ersten drei Monate 2020 im Vergleich zum Vorjahr ab“, heißt es in einer Mitteilung der VIG. Daher würden diese Zahlen noch keine Rückschlüsse auf das Gesamtjahr zulassen, heißt es weiter.

Vielmehr würden sich die zu erwartenden Auswirkungen der COVID-19-Krise über den gesamten Jahresverlauf aufgrund der großen Unsicherheiten sowohl im operativen Versicherungsgeschäft als auch auf den Kapitalmärkten zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschätzen lassen. Zudem rechnet der österreichische Versicherer mit einem Rückgang des Neugeschäftes. Gleichzeitig können negative Effekte aus Impairments insbesondere auf das Finanzergebnis in den Folgequartalen nicht ausgeschlossen werden.

Konkrete Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 sollen voraussichtlich am 20. Mai 2020 veröffentlicht werden. Die Hauptversammlung am 15. Mai wurde indes verschoben.

So bewertete Mckinsey Schaden-Unfallversicherung vor Corona

Die Unternehmensberatung McKinsey zog indes einen recht positiven Ausblick auf die Geschäftsentwicklung der Schaden- und Unfallversicherung – allerdings noch vor der Corona-Epidemie. So verzeichneten die Analysten im Jahr 2019 im Schaden-/Unfallversicherungssektor Beitragseinnahmen in Höhe von 1,6 Billionen US-Dollar, was ca. einem Drittel der Beitragseinnahmen des weltweiten Versicherungssektors insgesamt entspreche.

Zudem ging man davon aus, dass der sich besonders dynamisch entwickelnde APAC-Markt den S/U-Markt in Westeuropa bereits in den nächsten zehn Jahren überholen und aufgrund seines starken Wachstums zum zweitgrößten S/U-Markt der Welt (hinter Nordamerika) aufsteigen wird.

Inwieweit diese Einschätzungen auch nach der Corona-Pandemie noch aussagekräftig sind, wird sich wohl erst in einigen Monaten sagen lassen.

Autor: VW-Redaktion

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