Swiss Re: Katastrophen kosten Versicherer 2019 rund 56 Mrd. Dollar
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Die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen und Man-Made-Katastrophen des Jahres 2019 kosten die Versicherer voraussichtlich rund 56 Mrd. US-Dollar. Dies geht aus einer vorläufigen Sigma-Schätzung des Swiss Re Institute hervor. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden belaufen sich auf 140 Mrd. US-Dollar (2018: 176 Mrd. US-Dollar).

Allein 133 Mrd. US-Dollar entfallen demnach auf Naturkatastrophen. Die restlichen Schäden von sieben Mrd. US-Dollar sind auf Man-made-Katastrophen zurückzuführen. Die weltweit versicherten Schäden aus Naturkatastrophen sanken von 84 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018 auf 50 Mrd. US-Dollar. Die versicherten Schäden aus Man-made-Katastrophen sanken von neun auf sechs Mrd. US-Dollar.

Besonders zu Buche schlugen dabei Hurrikan „Dorian getroffen“, der auf den Bahamas und im US-Bundesstaat North Carolina versicherte Schäden von rund 4,5 Mrd. US-Dollar verursachte. In Japan traf der Taifun „Faxai“ die Region Kanto, zu der auch die Greater Tokyo Area gehört, und verursachte geschätzte versicherte Schäden von rund sieben Mrd. US-Dollar. Bald darauf, Anfang Oktober, traf der Taifun Hagibis die gleiche Region und verursachte weitere weitreichende Schäden in ganz Japan. Die gesamten versicherten Schäden von Hagibis werden auf rund acht Mrd. US-Dollar geschätzt.

Zudem sorgten Hitzewellen und Trockenperioden 2019 gleich an mehreren Orten auf der Welt – von Europa bis Australien – für neue Höchsttemperaturen. Verheerende Waldbrände gab es unter anderem in Australien, Indonesien, den USA, Kanada, dem Amazonasgebiet und Sibirien.

Darüber hinaus führten starke Monsunregen in diesem Jahr zu ausgedehnten Überschwemmungen in Indien, Bangladesch und Nepal, und es gab Überschwemmungen in anderen Regionen, darunter China, den USA, Europa, Kanada und Australien. Gewitter und Hagelstürme haben in vielen Teilen der Welt Schäden an Eigentum, Fahrzeugen und Landwirtschaft verursacht. Zusammengenommen sind sekundäre Naturgefahren in diesem Jahr weltweit für geschätzt mehr als 50 Prozent der versicherten Schäden durch Naturkatastrophen verantwortlich.

„Es gibt mehr wissenschaftliche Belege dafür, dass der Klimawandel heute die Häufigkeit und Schwere von sekundären Gefahrereignissen beeinflusst – dies erfordert eine klarere Fokussierung der Forschung. Für primäre Gefahren wie Taifune ist die Wissenschaft weitaus weniger schlüssig. Darüber hinaus tragen makroökonomische Risikofaktoren wie schnell wachsende Bevölkerungszahlen und Immobilienwerte in exponierten Gebieten dazu bei, dass die Schäden aus Naturkatastrophen weltweit zunehmen, was die Vergangenheit zu einem weniger sicheren Indikator für zukünftige Schäden macht“, erläutert Martin Bertogg, Head Catastrophe Perils des Swiss Re Institute.

Autor: VW-Redaktion

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