Neues Rating: Die Lebensversicherung ist noch nicht am Ende

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Lebensversicherung scheint noch lange nicht am Ende zu sein. Trotz niedriger Zinsen und regulatorischer Vorgaben scheinen sich viele Lebensversicherer mittlerweile auf die neuen Gegebenheiten eingestellt zu haben, wie eine aktuelles Rating der Ratingagentur DFSI belegen will.

Um zu ermitteln, wie es um die finanzielle Substanzkraft der Versicherer bestellt ist, setzten die Experten von DFSI Ratings auf drei Kennzahlen: die Gewinndeklaration 2019, die Nettorendite und die Substanzkraftquote. Diese wird wiederum aus drei Kennzahlen ermittelt: RfB- und Eigenkapital-Quote sowie Bewertungsreserven.

„Die so errechnete Substanzkraft lässt sich über alle Lebensversicherer vergleichen und wird nicht – wie etwa bei der Solvency-II-Quote, kurz SCR-Quote, – durch Ausnahmeregeln künstlich beeinflusst. Die SCR-Quote berücksichtigen wir zwar auch – jedoch nur als Hygienefaktor“, erläutert DFSI-Experte Sebastian Ewy die Methodik. Ein weiterer wichtiger Faktor zur Bewertung der Finanzkraft sind laut Ratingagentur auch die Produktqualität und der Service.

Quelle:“obs/DFSI Ratings GmbH“


Insgesamt wurden somit 37 marktrelevante Anbieter nach Substanzkraft, Produktqualität und Service bewertet. Das Ergebnis: Bei den klassischen Serviceanbietern konnte sich die WWK gegen die Huk-Coburg durchsetzen. Die Allianz Lebensversicherung schrammt mit Note 1,1 („Sehr Gut“) ganz knapp an der Bestnote vorbei. Neben Platzhirsch Allianz (Marktanteil knapp 25 Prozent) schnitten weitere fünf Lebensversicherer „Sehr Gut“ ab – Continentale, Axa, Stuttgarter, Württembergische sowie die Lebensversicherung von 1871. Das Gros der klassischen Versicherer – insgesamt 21 Unternehmen – erhielt die Endnote „Gut“. Fünf Versicherer bekamen die Note „Befriedigend“.

Dabei setzen die Lebensversicherer immer mehr auf fomdgesbundene Lebensversicherungen. „Zum einen belasten sie die Versicherer deutlich weniger als klassische kapitalbildende Lebensversicherungen, da der Kunde den größten Teil des Kapitalmarktrisikos trägt. Je nach Police kann dieses Risiko sogar ganz bei ihm liegen. Und – wichtig für den Vertrieb: Fondsgebundene Lebensversicherungen können den Kunden zum anderen auch in Niedrigzinszeiten ordentliche Renditen bieten“, konstatiert Ewy.

Autor: VW-Redaktion

Ein Kommentar

  • Wenn man jetzt noch auf Garantien verzichtet und die Kosten insgesamt gering hält dann ist das wohl hervorragend. Andernfalls drohen bis 70% Renditeverlust und Renditen nach Inflation, auch mit Fonds- und ETF um 0%!
    Ob das von allen „Beratern“ so genau erklärt wird?
    Ich habe übrigens, allerdings nur für Anbieter und Vertriebe mit großem Außendienst, die faszinierend Geschäftsidee, um nicht nur an 20% der Kunden Fonds- und ETF zu verkaufen, sondern bestimmt an 60%, mit meiner Marketingidee für jedermann sofort umsetzbar. Wer das am Markt als erster präsentiert und seinen Bestandskunden, vielleicht im Rahmen einer Teilumstellung, eine Änderung anbietet, wird erheblich weniger Image verlieren als alle anderen.
    Nur der Schnellste (Vorstand) hat diese einmalige Chance.

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