Signal Iduna will bei ausufernden KI-Kosten wachsam bleiben

Signal-Iduna-CEO Torsten Uhlig hat sich erneut in die Debatte über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland eingeschaltet. „Das Fundament unserer Gesellschaft ist die Eigenverantwortung mündiger Bürgerinnen und Bürger“, sagte Uhlig in Hamburg im Rahmen der Bilanzpressekonferenz des Versicherers. Mit Blick auf die Altersvorsorgereform kündigte der CEO an, zum 1. Januar 2027 mit neuen Produkten an den Start gehen zu können. Besonders wichtig ist dem Konzern, die Produktivität bis 2030 um 15 Prozent zu steigern. Dabei setzt man vor allem auf künstliche Intelligenz (KI) – und will zugleich auf die steigenden KI-Kosten achten, die etwa in den USA bereits für massive Belastungen in den Unternehmen sorgen.

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Signal-Iduna-Chef Torsten Uhlig warnt vor Bedeutungsverlust der Versicherer und staatlicher Dominanz

Anfang Juni wird Torsten Uhlig die Geschäftszahlen des Versicherers Signal Iduna erstmals als CEO präsentieren. Einen ersten Blick ins Zahlenwerk ließ er aber bereits bei einem Pressegespräch in Hamburg zu: Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten 2025 mit über 7,2 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert und auch das Neugeschäft überschritt erstmals die Marke von 400 Mio. Euro. Doch wie lange die Wachstumsstory des Konzerns noch anhalten wird, ist ungewiss. Uhlig ist überzeugt, dass nicht zuletzt das Altersvorsorgereformgesetz die Branche gehörig unter Druck setzen wird. Wenn sich diese nicht transformiere, laufe sie Gefahr, „gegebenenfalls zu verschwinden in einigen Segmenten“, warnte Uhlig. Die Rolle des Staates bei der Reform kritisierte er scharf.  

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Torsten Uhlig: „Es hat immer alles einen Grund, ich kenne ihn eventuell nur nicht“

Seit dem 1. Juli 2025 führt Torsten Uhlig die Signal Iduna-Gruppe. Über seinen Werdegang und Aufstieg ist wenig bekannt. VWheute sprach deshalb mit dem Manager aus Ostdeutschland, der über die Jahre seinen sächsischen Dialekt abgelegt hat. Er verrät, warum er sich für die Versicherungsbranche entschied, wer seine Mentoren sind und dass er seiner Familie "in einzelnen Phasen sehr viel zugemutet hat".

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Allianz Leben-Chef Kubat über Konsolidierungsdruck: „Ich möchte mich gar nicht in die Lage eines Hauses versetzen, das nur ein Zehntel unserer Größe hat“

Die Erkenntnis ist nicht neu, geht aber auch nicht weg: Die deutsche Versicherungswirtschaft steht unter Druck – Digitalisierung, Demografie und Konsolidierung verändern die Spielregeln des Marktes. Auf der Finanzmesse DKM diskutierten vier Topmanager über die Zukunftsfähigkeit ihrer Häuser – und über die Frage, wie Versicherer künftig mehr liefern können als „Beitrag und Police“. Aufmunternde Worte gab es unter anderem vom Signal Iduna-CEO: „Wir stehen an einer Schwelle, an der die Versicherungswirtschaft noch viel relevanter sein kann als in den letzten zehn Jahren“, sagte Torsten Uhlig auf dem Dortmunder Podium. Allianz Leben-Chef Ruedi Kubat bekannte unterdessen, das „Konsolidierungsspiel“ der Branche als gelassener Beobachter zu verfolgen.

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OVB holt Alexandra Markovic-Sobau für Torsten Uhlig in den Aufsichtsrat

Beim Kölner Finanzvertrieb OVB ist Alexandra Markovic-Sobau für Torsten Uhlig in den Aufsichtsrat gerückt. Die Vertriebsvorständin des Versicherers Signal Iduna, zu der die OVB mehrheitlich gehört, wurde bereits zum 4. Juli 2025 in das Kontrollgremium berufen. Grund für den Wechsel ist, dass Uhlig zum 1. Juli den Chefposten bei der Signal Iduna übernommen hatte und deshalb sein OVB-Mandat im Juni niedergelegt hatte.

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Signal Iduna stellt Bestmarke im Vertrieb auf und schaut über die Leitermann-Ära hinaus

Der Versicherer Signal Iduna hat 2024 das beste Vertriebsergebnis seit der Gründung des Gleichordnungskonzerns erzielt. Mit einem Neugeschäftsvolumen von 393 Mio. Euro übertraf das Unternehmen sogar das Ausnahmejahr 2004. Der Gewinn litt allerdings unter den hohen Schadenaufwendungen. Konzernchef Ulrich Leitermann gibt die Führung nach zwölf Jahren an seinen Vorstandskollegen Torsten Uhlig ab – und der skizzierte bereits, wohin er den Versicherern zu steuern gedenkt.  

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Torsten Uhlig wird Signal-Iduna-Chef

Wie bereits bekannt, legt der amtierende Signal-Iduna-Chef Ulrich Leitermann zur Jahresmitte 2025 sein Mandat nieder. Der Manager, der am 8. März sein 66. Lebensjahr vollendet, ist dann fast 30 Jahre für den Konzern tätig gewesen, davon 16 Jahre als Vorstandsmitglied und 12 Jahre als Vorstandsvorsitzender. Bei der Nachfolge verzichtet der Konzern mit Sitz in Dortmund und Hamburg auf einen radikalen Schnitt.

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Torsten Uhlig im Interview: „Wir haben den Umbruch der Branche durch die Digitalisierung frühzeitig erkannt“

Die erste Jahreshälfte 2020 war aufregend und geprägt von der Corona-Pandemie. Viele Marktbeobachter glauben, dass es zu einem vertrieblichen Nachholeffekt in der Versicherungsbranche kommen wird. VWheute spricht in den kommenden Tagen in loser Reihenfolge mit den Vertriebsvorständen der Branche über deren Pläne und Ziele für das zweite Halbjahr 2020. Den Auftakt macht heute Torsten Uhlig, Vertriebsvorstand der Signal Iduna.

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