Bewährungsstrafe für fingierte Autounfälle mit Millionenschaden

Ein Autofahrer haftet bei einem Unfall nicht bei einem Dominoeffekt, Quelle: Bild von Here and now, unfortunately, ends my journey on Pixabay auf Pixabay

Wegen mehrerer fingierter Verkehrsunfälle wurden zwei mutmaßliche Mitglieder einer betrügerischen Bande vom Landgericht Berlin zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die beiden Männer hätten sich des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs schuldig gemacht, so die Richter.

Im konkreten Fall geht es nach einem Bericht des Tagesspiegel um abgesprochene und betrügerische Verkehrsunfälle in der Zeit von 2008 bis Mitte 2014. Den Kfz-Versicherern soll dabei ein Schaden von rund einer Mio. Euro entstanden sein. An den Taten hätten sich europaweit „gegen Bezahlung eine Vielzahl von Personen beteiligt“. Die Bande habe vor allem in Deutschland und Polen agiert.

Die Fahrzeughalter sollen einen Betrag von rund 1.000 Euro erhalten haben. Der 38-jährige Angeklagte erklärte zudem, dass ihn ein „sehr erfahrener Versicherungsbetrüger“ in die illegalen Geschäfte hineingezogen habe. Ein weiterer Angeklagter erstellte als Kfz-Sachverständiger jeweils ein Schadensgutachten. Dafür habe er im Gegenzug einen Betrag von jeweils 1.000 Euro erhalten.

Nach Angaben des Landgerichts Berlin seien bei dem Urteil die Geständnisse sowie die lange Verfahrensdauer zugunsten der Angeklagten berücksichtigt worden.

Autor: VW-Redaktion

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