„Ian“ verursacht Gewinneinbruch bei AIG

Konzernsitz von AIG. Quelle: ProPublica/Dan Nguyen / flickr / https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Hurrikan „Ian“ hat dem US-Versicherer AIG im dritten Quartal 2022 sprichwörtlich die Bilanz verhagelt. Unter dem Strich stand ein Gewinn nach Steuern von 509 Mio. US-Dollar (Q3 2021: 837 Mio. US-Dollar). „Ian“ sorgte dabei für eine Schadenbelastung von rund 450 Mio. US-Dollar.

Insgesamt bezifferte der Versicherungskonzern die Schadenaufwendungen auf rund 600 Mio. US-Dollar. Zudem gingen die Nettoprämien des Segments General Insurance im dritten Quartal um drei Prozent auf etwa 6,4 Mrd. US-Dollar zurück. Des Weiteren sanken die Nettobeiträge im Privatkundengeschäft in Nordamerika um elf Prozent und gingen im internationalen Geschäft um 16 Prozent zurück, was AIG vor allem auf einen Rückgang des Garantiegeschäfts und auf verschiedene Maßnahmen in seinem vermögenden Portfolio in Nordamerika zurückführt.

Dennoch zeigte sich Konzernchef Peter Zaffino in einer Erklärung „äußerst zufrieden mit dem gesamten versicherungstechnischen Gewinn im Quartal. Die starke Leistung in General Insurance zeigt die Vorteile der qualitativ hochwertigen Arbeit, die wir geleistet haben, um unser globales Portfolio umzugestalten und ein Best-in-Class-Rückversicherungsprogramm zu implementieren, was zusammen die Volatilität drastisch reduziert hat“.

Allerdings sieht sich der Konzern derzeit auch mit einer Schadenersatz-Klage des Flugzeugleasingunternehmens Dubai Aerospace Enterprise (DAE) konfrontiert. Carlyle Aviation, Teil der globalen Investmentfirma Carlyle Group, verklagt mehr als ein Dutzend Versicherer und Rückversicherer wegen Vertragsbruchs und Verletzung der Treuepflicht.

Autor: VW-Redaktion

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