Assekurata-Analyse: Auf welche ESG-Kriterien setzen die Versicherer?

ESG-Kriterien werden für Versicherer wichtiger. Quelle: Yves Bernardi auf Pixabay

Die Versicherungsbranche gibt sich schon seit Langem einen grünen Anstrich – auch bei den Kapitalanlagen. Welche ESG-Kriterien für die einzelnen Unternehmen nun maßgeblich sind, will Assekurata in einer Umfrage unter mehreren Asset-Managern herausgefunden haben.

Demnach gaben jeweils zwölf Befragte an, ESG-Anlagekriterien bei Investitionen in Infrastruktur und Private Equity bzw. Private Debt zu berücksichtigen. Bei Immobilien waren es mit zehn etwas weniger, jedoch noch über die Hälfte. Derivate haben hingegen bei den Versicherern grundsätzlich eine geringere Bedeutung, sodass nur ein Teilnehmer hierfür ESG-Kriterien integriert hatte.

73 Prozent der Versicherer gaben laut Assekurata zudem an, bei Infrastrukturinvestments auch ESG-Anforderungen an externe Vermögensverwalter zu stellen. Bei Immobilien beziehungsweise Private Equity/Private Debt stellen 67 Prozent bzw. 60 Prozent der Befragten entsprechende Anforderungen an externe Manager. Ungeachtet der Assetklasse hat die Mehrheit der befragten Versicherer begonnen, bereits ESG-Kriterien in den Due-Dilligence-Prozess für externe Manager zu integrieren, so die Ratingagentur weiter.

Zudem gaben die Versicherer an, im Bereich der Infrastruktur einen Fokus auf Projekte aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zu legen. Allerdings seien erneuerbare Energien häufig ein Thema im Bereich Impact Investing, so die Analysen. „Die Versicherungswirtschaft zeigt sich hier jedoch noch zögerlich, sodass die Frage, ob für bestimmte Kapitalanlagen neben finanziellen Performancezielen auch Ziele für ökologische und/oder soziale Renditen verfolgt werden, nur 15 Prozent der 20 antwortenden Asset Manager bejahten. In diesem Zusammenhang nannte nur ein Teilnehmer konkrete Nachhaltigkeitsziele, auf welche er vorrangig einzahlen möchte“, erläutert Assekurata.

Quelle: VW-Redaktion

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