„Emmelinde“ zerstört Millionenwerte und 12.000 Hektar Agrarland

Hagelkörner in Golfballgröße bedrohen Ernte. Quelle: Vereinigte Hagel.

Das Sturmtief Emmelinde sorgte besonders in Nordrhein-Westfalen für viele Zerstörungen. In den Medien wurde von 40 verletzten Menschen gesprochen, auch durch Tornados. Doch auch die Landwirtschaft hat ihren Schadenteil durch golfballgroße Hagelkörner abbekommen, meldet die Vereinigte Hagel.

Nach den Spätfrösten im April haben nun fast schon erwartungsgemäß Hagel, Sturm und Starkregen zugeschlagen. Sturmtief „Emmelinde“ wütete Ende vergangener Woche vor allem in einem Streifen von der Köln-Aachener Bucht über Koblenz und Neuwied, in der Pfalz bis nach Mannheim. Der Großraum Heilbronn, das nördliche Franken sowie die Hallertau waren weitere Schadenschwerpunkte.  Insgesamt sind 12.000 Hektar betroffen – ein Hektar entspricht einem großen Fußballfeld.

Rund 5.000 einzelne Feldstücke werden die Sachverständigen der Vereinigte Hagel in den nächsten Tagen zu begutachten haben. Betroffen sind dabei nahezu alle Kulturen vom klassischen Ackerbau über Gemüse bis hin zu Hopfenpflanzungen in der Holledau. In den allermeisten Fällen wurden die Schäden durch Hagel verursacht, knapp 1.000 Hektar wurden jedoch durch Starkregen, einzelne Flächen zusätzlich auch durch Sturm in Mitleidenschaft gezogen. Hagelschloßen in der Größe von Golfbällen wurden beispielsweise aus Neuwied gemeldet.

Hagelschäden im Rapsfeld. Quelle: Vereinigte Hagel

Kachelmann und neue Sorgen

Paderborn sorgte mit Meldung eines Tornados am vergangenen Freitag für Aufsehen. Der private Wetterdienst Kachelmann GmbH habe durch seine Arbeit „vermutlich noch schlimmere Folgen abgewendet“.

Nach einem eher ruhigen Wochenende lässt Tief „Finja“ nach den bisherigen Prognosen Anfang dieser Woche weitere Schäden in ganz Deutschland erwarten. Die Vorausdeckung für landwirtschaftliche Kulturen endet am 31. Mai. Bis dahin sollte der aktuelle Anbau unbedingt deklariert werden, um im Schadenfall nicht ohne Deckung zu sein, warnt der Versicherer.

Autor: VW-Redaktion

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