Mobiliar kooperiert mit Schweizer Armee für Cybersicherheit

Security Operation Center (SOC) der Schweizer Armee. Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Digitale Kriegsführung hält nun auch in der Versicherungswirtschaft Einzug – zumindest bei den Nachbarn in der Eidgenossenschaft. So hat der Versicherer Mobiliar ein Partnerschaftsabkommen mit der Schweizer Armee geschlossen. Damit solle der Wissensaustausch zwischen Privatwirtschaft und Militär verstärkt werden.

Als erstes Kooperationsfeld wurde laut einer Mitteilung der Mobiliar der Cyberbereich identifiziert. Konkret sei demnach eine gemeinsame Cyberübung vorgesehen. Genaue Inhalte sind jedoch nicht bekannt. Die Übung diene als Pilotprojekt und werde von der Armee entwickelt und durchgeführt. Die Armee könne in einer solchen Kooperation auch andere Denkweisen, Herangehensweisen und Bereiche erkennen, heißt es bei der Mobiliar weiter.

„Cyberangriffe sind für die Mobiliar eines der größten Risiken. Dank der Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee profitieren wir von ihrer Expertise und können gleichzeitig auch das Know-how der Mobiliar einbringen. Dieser Austausch bringt uns beide voran“, kommentiert Michèle Rodoni, CEO der Mobiliar.

„Der Cyberlehrgang der Armee hilft dabei, dem Fachkräftemangel in der IT-Branche entgegenzuwirken. Die Absolventen unseres Lehrgangs sind in der Privatwirtschaft sehr gefragt. Es gibt viel Potenzial, welches beide Organisationen nutzen können“, ergänzt der Schweizer Armeechef Thomas Süssli.

Möglicherweise sollte sich die deutsche Versicherungsbranche diese Kooperation zum Vorbild für ähnliche Pläne nehmen. Deutschland ist im internationalen Vergleich stärker von Cyberangriffen betroffen als andere Länder. Laut einem aktuellen Report des Spezialversicherers Hiscox verursachten Hacker allein 2021 einen Schaden von durchschnittlich 20.792 US-Dollar (18.712 Euro).

Autor: VW-Redaktion

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