GDV fürchtet Blackout in Deutschland

Der GDV fürchtet einen Blackout in Deutschland. Quelle: Bild von analogicus auf Pixabay

Längere Stromausfälle hätten für Deutschland gravierende Folgen. „Versicherbar sind vor allem Sachschäden wie verdorbene Ware oder die Folgen von Wassereinbrüchen oder Bränden. Mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung können Betriebe Verluste finanziell abmildern“, betont GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen. Zudem gebe es diverse Spezialversicherungen, etwa für das Kühlgut von Apotheken.

Dafür hat der Branchenverband mehrere Experten um eine Einschätzung gebeten. So hält Albrecht Broemme, der frühere Präsident des Technischen Hilfswerks, vor allem Hackerangriffe für wahrscheinlich. Auch Terroranschläge oder Extremwetterereignisse könnten an neuralgischen Punkten die Netzstabilität in ganz Europa gefährden: „Die Sensibilität für die Folgen eines Blackouts ist in keiner gesellschaftlichen Gruppe vorhanden. Auf einen Blackout ist Deutschland überhaupt nicht vorbereitet“, konstatiert Broemme.

Auch  Wolfram Geier, Abteilungsleiter für Risikomanagement und Internationale Angelegenheiten im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), hält einen Blackout „zu den größten Risiken für unser Land“. So hat es laut einem Bericht des Handelsblatt zwar noch keine gravierenden Stromausfälle in Deutschland gegeben. Allerdings sei die Zahl der Eingriffe der Netzbetreiber zur Stabilisierung des Stromnetzes deutlich höher als vor Beginn der Energiewende.

Autor: VW-Redaktion

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