NRW-Justizminister fordert Versicherungspflicht gegen Elementarschäden

Hochwasserschäden in Milliardenhöhe durch "Bernd". (Symbolbild). Quelle: Bild von Joseph thomas auf Pixabay.

Der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU) hat sich für eine verpflichtende Elementarversicherung ausgesprochen. Die Opposition im Landtag begrüßte die Ankündigung. Die Opposition im Landtag hatte sich bereits im Vorfeld für eine solche Pflichtversicherung ausgesprochen.

“Während der Herbstkonferenz der Justizministerinnen und Justizminister werden wir uns jetzt erneut mit der Frage einer Pflichtversicherung für Elementarschäden befassen”, sagte der CDU-Politiker dem Kölner Stadt-Anzeiger. “Viele Bürgerinnen und Bürger haben im Hochwasser alles verloren – eine Elementarschadenversicherung würde vielen Menschen in dieser Situation helfen”, ergänzte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty.

Auch die Versicherer scheinen offen für eine solche Versicherungspflicht zu sein: “Wir diskutieren im Gesamtverband der Versicherungswirtschaft sehr aktiv, wie Lösungsmöglichkeiten aussehen können. Vielleicht kriegt man die Politik dahin, dass man ganz extreme Ereignisse verpflichtend absichert, also mit sehr hohen Selbstbehalten. Zwischen diesen sehr hohen Schäden und den niedrigen könnte man eine privatwirtschaftliche Lösung finden”, sagte HUK-Coburg-Vorstandsmitglied Jörg Rheinländer bereits im August 2021 der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar könnte eine entsprechende Pflichtversicherung materiell helfen, so Rheinländer weiter: “Aber nach so einem Ereignis müssen wir uns als Erstes die Frage stellen, wie wir Tote und großes Leid vermeiden. Dazu zählt der Hochwasserschutz, dazu zählt öffentliche Infrastruktur, die vernünftiger gewartet werden sollte.”

“Wir machen uns im GDV zusammen mit unseren Mitgliedsunternehmen Gedanken und werden im Herbst Ideen vorlegen, wie sich die Verbreitung der Naturgefahrenversicherung zu risikogerechten Preisen signifikant erhöhen lässt”, betonte jüngst auch GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Autor: VW-Redaktion

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