MSK rechnet mit zwei Mrd. Euro Schaden durch Juni-Gewitter

Quelle: Bild von FelixMittermeier auf Pixabay

Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) hat ihre Schadenschätzung für die Unwetter in den letzten Tagen deutlich nach oben korrigiert. Die Aktuare beziffern die Schäden nun auf rund 2,5 Mrd. Euro.

Das erste Schadenereignis umfasse dabei die Tiefdruckgebiete „Volker“ und „Wolfgang“. „Die versicherten Schäden in diesem Zeitraum belaufen sich auf mehr als zwei Mrd. Euro in den betroffenen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr als die Hälfte der Schäden entstanden in Deutschland, hauptsächlich in der Sparte Auto-Kasko“, sagt MSK-Geschäftsführer Onnen Siems.

Das zweite Schadenereignis stand laut MSK unter dem Einfluss von Tief „Xero“. Neben großen Hagelschäden in der Schweiz war das Ereignis durch intensiven Starkregen geprägt, anfangs in Baden-Württemberg, dann nach Bayern ziehend und zum Ende des Zeitraums im Nordosten. Die Schadensumme ist diesmal geringer und dürfte nach einer ersten Einschätzung bei etwas mehr als 500 Mio. Euro in den betroffenen Ländern liegen.

Die Allianz geht zudem nach den Hagelgewittern der vergangenen Woche von etwa 25.000 beschädigten Autos in Süddeutschland aus. Dabei geht der Versicherer auf der Basis der bisherigen Schadenmeldungen davon aus, dass in Bayern 15.000 und in Baden-Württemberg 10.000 Fahrzeuge von Hagel verbeult oder anderweitig beschädigt wurden. Auch bei der SV SparkassenVersicherung wurden bislang mehr als 15.000 Schadenfälle gemeldet. Selbst die Gartenbau-Versicherung geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus: So gingen bei dem Spezialversicherer bislang mehr als 100 Schadenfälle mit einer Schadensumme zwischen fünf und zehn Mio. Euro aus.

Allein in der Schweiz beziffert die Axa die Schäden auf rund 133 Mio. Franken aus über 33.000 Schadenfällen. Die Mobiliar geht aufgrund des bisherigen Juni-Unwetters von insgesamt über 30.000 Schadenfällen und einer Schadensumme von 130 Mio. Franken aus. Die Allianz geht mit über 25.000 versicherten Schadenfällen von einem Schadenvolumen über rund 96 Mio. Franken aus. Die Zurich schätzt den Schaden auf rund 81 Mio. Euro. Die Schweizer Hagel meldet seit Mitte Juni 2021 über 6.000 Schadenmeldungen an landwirtschaftlichen Kulturen. Sie erwarten eine Schadensumme von rund 44 Mio. Franken.

Autor: VW-Redaktion

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