In welchem Bundesland Naturkatastrophen am härtesten zuschlagen

Quelle: Bild von Erich Westendarp auf Pixabay.

Das Saarland war im letzten Jahr besonders stark von Naturkatastrophen betroffen. Insgesamt verzeichnete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine Schadenhäufigkeit von 54,9 Meldungen je 1.000 Sachversicherungsverträge (plus sieben Prozent). Berlin war mit 3,4 Meldungen am wenigsten betroffen.

Bundesweit schlugen Naturgefahren im vergangenen Jahr für die Versicherer mit insgesamt 1,95 Mrd. Euro zu Buche. Die Schäden blieben damit deutlich unter dem prognostizierten Wert von 3,8 Mrd. Euro, betont der Branchenverband.

Auf die Sachversicherung entfielen dabei 1,6 Mrd. Euro, davon 300 Mio. Euro für weitere Naturgefahren wie Starkregen oder Hochwasser. Die Kfz-Versicherer leisteten rund 350 Mio. Euro. Die höchsten Schäden gab es in den beiden einwohnerstärksten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (422 Mio. Euro) und Bayern (415 Mio. Euro). Am niedrigsten waren mit sechs Mio. Euro die Schäden in Bremen.

“2020 war erfreulicherweise ein deutlich unterdurchschnittliches Naturgefahrenjahr. Das lag vor allem daran, dass schwere Hagelereignisse und im Herbst schwere Stürme ausgeblieben sind.”

Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV

Geprägt wird die Bilanz vor allem von Sturmtief “Sabine” im Februar 2020. “Das hat erneut gezeigt, dass ein einziger Sturm mehr als ein Drittel des Gesamtschadens verursachen kann”, konstatiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Mit einem Schaden von 675 Mio. Euro reiht sich “Sabine” auf Platz sieben der schwersten Winterstürme in Deutschland seit 2002 ein.

Allein die Sachversicherer kostete das Unwetter rund 600 Mio. Euro. Zum Vergleich: Der folgenschwerste Sturm in dieser Schadenstatistik ist “Kyrill” (2007) mit mehr als drei Mrd. Euro versicherten Schäden, gefolgt von “Jeanette” (2002) mit 1,4 Mrd. Euro sowie “Friederike” (2018) mit 1,15 Mrd. Euro.

Autor: VW-Redaktion

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