Versicherer fordern Pflichtversicherung für Pandemien

Kommt die Impflicht bei den Versicherern? Bild von Tumisu auf Pixabay

Firmenkunden sollen künftig eine Pflichtversicherung gegen Pandemien abschließen können. Das Ziel: “Den Schutz vor allem für kleine und mittlere Unternehmen für mögliche zukünftige Pandemien vorausschauend, von Anfang an berechenbarer und schneller zur Verfügung zu stellen”, so Allianz-Vorstand Klaus-Peter Röhler.

Dabei sollen die Firmen in eine Pandemieversicherung einzahlen, an der sich auch der Staat beteiligen soll. “Die Versicherer würden im definierten Pandemiefall Leistungen bis zu einer vertraglich vereinbarten Höhe übernehmen, bei Überschreitung dieser Höhe würden die Leistungen durch staatliche Übernahme gedeckt”, konstatiert Röhler.

“Für eine verpflichtende Lösung spricht, dass es bei einer freiwilligen Versicherungslösung nicht zu einer flächendeckenden Absicherung käme, vielmehr würde man eine Art Flickenteppich vorfinden. Außerdem ist es bei einer freiwilligen Lösung schwieriger, die Prämien bei korrekter Preiskalkulation bezahlbar zu halten. Das wollen wir unbedingt vermeiden.”

Klaus-Peter Röhler, Vorstand der Allianz

Bereits im Sommer hatte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein Konzept für einen entsprechenden Versicherungschutz erarbeitet. Der Plan enthalte neben einer Beteiligung von Versicherern und öffentlicher Hand auch eine Kapitalmarktkomponente in Form von Pandemiebonds, schreibt die Börsen-Zeitung.

Außerdem bringe die Assekuranz eine Pflichtversicherung ins Spiel: “Es gibt eine Präferenz für eine Pflichtlösung, aber noch keinen endgültigen Beschluss”, sagte Jörg Asmussen gegenüber dem Blatt. Er leitet die Arbeitsgruppe beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Der künftige Hauptgeschäftsführer will sich im Pandemieschutz auch international vernetzen: “Es ist ein Konzept, mit dem wir in den deutschen und europäischen politischen Raum gehen.”

Autor: VW-Redaktion

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