Wohngebäudeversicherung: Geplatzte Rohre verursachen Milliardenschäden

Quelle: Bild von analogicus auf Pixabay

Leitungswasserschäden haben im vergangenen Jahr für Rekordschäden gesorgt. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben die Wohngebäudeversicherer dafür erstmals mehr als drei Mrd. Euro gezahlt.

So zählten die Wohngebäudeversicherer laut Verband deutschlandweit rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden. Die Kosten summierten sich auf 3,1 Mrd. Euro. Der Schadendurchschnitt erhöhte sich um knapp sieben Prozent auf 2.881 Euro. Hinzu kommen 280 Mio. Euro Schäden in der Hausratversicherung.

“Um Leitungswasserschäden zu begrenzen, müssen Absperrventile leicht zugänglich und klar gekennzeichnet sein und vor allem im Notfall auch funktionieren.”

Oliver Hauner, Leiter der Abteilung Sach- und Technische Versicherung im GDV

Von 2002 bis 2019 leisteten die Gebäudeversicherer nach Angaben des GDV für alle versicherten Gefahren (Sturm/Hagel, Feuer, Leitungswasser und weitere Naturgefahren) insgesamt 77 Mrd. Euro. 38 Mrd. Euro – also fast die Hälfte der Leistungen – entfielen auf Leitungswasserschäden.

Als wesentliche Ursachen für Leitungswasserschäden nennen die Versicherer vor allem Installations- und Montagefehler. Mangelhafte Rohrverbindungen und kaputte oder falsche Dichtungen sorgen für jeden vierten Schaden.

Zudem zeige die Auswertung des GDV ein deutliches West-Ost-Gefälle. Während im Westen zahlreiche Städte überdurchschnittlich viele Leitungswasserschäden verzeichneten, war Ostdeutschland wesentlich seltener betroffen. “Nach der Wiedervereinigung sind in Ostdeutschland viele Gebäude saniert worden. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum die Schäden im Westen erheblich häufiger sind als im Osten”, konstatiert Oliver Hauner, Leiter der Abteilung Sach- und Technische Versicherung im GDV.

Am besten schnitt der brandenburgische Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Indexwert von 40 ab, gefolgt von den Brandenburger Landkreisen Spree-Neiße und Elbe-Elster mit Indexwerten von jeweils 45. Schlusslicht war laut GDV-Statistik die Stadt Köln mit einem Wert von 204, gefolgt von Offenbach mit 197, Kassel mit 162 und Mannheim mit 159.

Autor: VW-Redaktion

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