Versicherer fordert Schadenersatz in Millionenhöhe von Ex-NPD-Politiker

Justitia. Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Die Ostdeutsche Kommunalversicherung fordert von den mutmaßlichen Brandstiftern des Feuers an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen Schadenersatz in Millionenhöhe.

Demnach sollen die beiden Männer – der ehemalige NPD-Politiker Maik Schneider und ein bereits verurteilter Mittäter – sollen im August 2015 eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen angezündet haben. Die leere Halle brannte daraufhin komplett nieder. Der Versicherer fordert von ihm nun die Kosten für den Wiederaufbau zurück.

Schneider wurde bereits Oktober 2019 in einem Revisionsprozess zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren und einem Monat verurteilt, berichtet RTL. Allerdings habe sein Rechtsanwalt weitere Rechtsmittel dagegen eingelegt. Der Mittäter wurde im ersten Prozess im Februar 2017 rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Am Dienstag sollte nun der Schadenersatzprozess vor dem Landgericht Potsdam beginnen. Wegen Krankheit der Richterin wurde dieser jedoch erneut verschoben. Das Verfahren war ursprünglich bereits für März 2020 angesetzt, wurde dann aber wegen der Corona-Pandemie verschoben, berichtet der Tagesspiegel. Ein neuer Termin sei aber noch nicht bekannt.

Autor: VW-Redaktion

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