US-Bundesstaaten fordern von Herstellern über 26 Milliarden im Opiumskandal

Der Opiumskandal in den USA könnte mit einem Milliardenvergleich enden. Bild von vaidosa auf Pixabay

Mehrere Bundesstaaten haben die Schlagzahl im US-Opiumskandal erhöht. Wegen Corona war das Thema ein wenig in Vergessenheit geraten, doch nun ist es mit einem Rumms erneut auf der Agenda gelandet. Die Staaten haben einen Vergleichsvorschlag unterbreitet.

In den USA wird mehreren Medikamentenherstellern vorgeworfen, die Risiken ihrer Mittel verschwiegen und verschleiert zu haben, wodurch es zu vielen Abhängigkeiten, sozialen Verwerfungen und Straftaten kam. Die Staaten mussten letztlich für die Verwerfungen und Kosten des Prozesses aufkommen, der als Opiumskandal in die Geschichte einging. Welche Staaten genau die Forderung erheben, meldete das Insurancejournal nicht, jedoch die Empfänger der Forderung.

Dabei handelt es ich um McKesson Corp., Amerisourcebergen and Cardinal Health, die sich einer Forderung von 21,14 Mrd. US-Dollar gegenübersehen. Der Großhersteller Johnson & Johnson empfängt eine Zahlungsaufforderung von 5,28 Mrd. Es ist derselbe Konzern, der von nicht ganz einem Jahr im Zuge des Opiumskandals zu einer Zahlung von 572 Mio. Dollar verurteilt wurde, wie VWheute berichtete.

Analysten sprechen von gutem Geschäft

Die Unternehmen wollten sich nicht zu der Forderung äußern, die Märkte wittern allerdings bereits Chancen. Die Analystin Lisa Gill von der amerikanischen BankJP Morgan erklärt: „Wir glauben dass der letzte Einigungsvorschlag als vorteilhaftes Ergebnis gesehen wird. Wir erwarten, dass die Aktienmärkte positiv reagieren würden, wenn die globale Einigung erreicht wird.“

Im Opiumskandal sind Forderungen in Milliardenhöhe keine Seltenheit; so verklagte der Staat New York den Medizinriesen Mallinckrodt im April im Zuge der Opiatkrise wegen Versicherungsbetrugs.

Autor: VW-Redaktion

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