Dieselskandal: Volkswagen zahlt in den USA rund zehn Mrd. US-Dollar Schadenersatz

Quelle: Volkswagen

Der Dieselskandal kommt den Volkswagen-Konzern bislang teuer zu stehen. So zahlte der deutsche Automobilbauer allein in den USA seit 2016 bislang rund 9,5 Mrd. US-Dollar (etwa acht Mrd. Euro) an Schadenersatz für betroffene Kunden. Dies teilte die US-Aufsichtsbehörde FTC in ihrem Abschlussbericht mit.

Dabei handele es sich um das bislang „größte Erstattungsprogramm für Verbraucher in der Geschichte der Vereinigten Staaten“, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf den Bericht der Aufseher. Die entsprechenden Zahlungen seien laut Bericht im Rahmen eines Vergleichs zwischen Volkswagen und der FTC geleistet worden. Insgesamt musste VW bislang Strafzahlungs- und Schadenersatzkosten von bereits mehr als 30 Mrd. Euro leisten – die meisten davon in den USA.

In Deutschland beschäftigt sich derzeit der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Dieselskandal. So gehe es um die Frage, ob ein Verbraucher Anspruch auf Schadenersatz hat, wenn er das betroffene Fahrzeug erst nach Aufdeckung der Manipulation durch illegale Abschalteinrichtungen gekauft hatte. Zudem befassen sich die Richter laut FAZ mit der Rechtmäßigkeit sogenannter Deliktzinsen, die Käufern bei Betrug oder sittenwidriger Handlung zugesprochen werden können.

Weiteres juristisches Ungemach droht dem Automobilbauer in Wolfsburg auch vor dem Landgericht Braunschweig: So müssen sich vier VW-Manager nun wegen mutmaßlich überhöhter Bezahlung von Betriebsräten verantworten. Das Verfahren richtet sich laut Spiegel gegen zwei ehemalige Vorstandsmitglieder sowie einen ehemaligen und einen aktuellen Personalmanager der Volkswagen AG „wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Untreue beziehungsweise Untreue im besonders schweren Fall“.

Dadurch seien dem Konzern laut Bericht zwischen Mai 2011 und Mai 2016 mehr als fünf Mio. Euro entstanden, so die Staatsanwaltschaft. Allein für Betriebsratschef Bernd Osterloh sollen sich die „ungerechtfertigte Vergütung“ auf 3,125 Mio. Euro belaufen.

Autor: VW-Redaktion

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