Norvatis-Whistleblower kassiert dreistelligen Millionenbetrag

Geheimnisse flüstern kann Gefängnis bringen – oder reich machen. Bild von SamWilliamsPhoto auf Pixabay

Informant ist ein Alles-oder-Nichts-Geschäft. Entweder man landet im Gefängnis (Chelsea Manning) oder im Exil (Edward Snowden) oder man wird reich (Oswald Bilotta). Wem der letzte Name bisher nichts sagt, Bilotta ist der Whistleblower im Novartis-Fall. Seine Tätigkeit hat ihn nun um eine dreistellige Millionensumme reicher gemacht.

Der ehemalige Angestellte von Novartis erhält über 109 Mio. US-Dollar, weil er das Geschäftsgebaren des Unternehmens an die US-Behörden weitergab, meldet die Schweizer Zeitung Blick.

Der Neumillionär Bilotta war damals im Außendienst angestellt und hat eine Klage gegen eine Tochter des Novartis-Konzerns eingereicht. Sein Arbeitgeber habe über Jahre illegale Zahlungen an US-Ärzte bezahlt, damit diese ein Herz-Kreislauf-Medikament aus dem Hause Novartis verschrieben. Die Bestechungsgelder wurden als Honorar für Vortragsserien und Informationsveranstaltungen getarnt.

Die US-Behörden wurden hellhörig und es folgte ein Prozess- und Verhandlungsmarathon, der schließlich dazu führte, dass der Pharmariese im Juli außergerichtlich 678 Mio. US-Dollar bezahlte und  zahlreiche Verfehlungen gestand. Aufseiten der Staatsanwaltschaft war der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara die entscheidende Person, den auch bereits das eine oder andere Schweizer Bankhaus kennenlernen durfte.

Für Bilotta hat sich das Ganze gelohnt, er ist jetzt Multimillionär und die verdiente Summe stellt sogar den Whistleblower Bradley Birkenfeld in den Schatten, der das Schweizer Bankengeheimnis zu Fall gebracht hatte.

Autor: VW-Redaktion

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