KV-Analyst fordert von Reiseversicherern Solidarität mit Corona-Gestrandeten

Wegen Corona sitzen viele Irlauber fest. Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wegen Corona sitzen viele Deutsche in Ländern der Erde fest. Der freiberuflicher Krankenversicherungsanalyst Axel Fürderer kennt die Situation aus eigener Erfahrung und richtet einen Appell an die deutschen Reiseversicherer.

Die derzeitige coronabedingte Situation ist für jeden betroffenen Urlauber schwierig und belastbar. Die deutschen Botschaften würden „engagiert und emphatisch“ handeln, doch der Prozess dauere seine Zeit, schreibt er in seinem Blog bei der Ratingagentur Assekurata. Von den Trägern der Auslandskrankenversicherungen wünscht er sich vor allem Solidarität mit den Betroffenen.

Das Problemvieler Urlauber ist, dass der Versicherungsschutz im außereuropäischen Ausland „nur für Reisen bis zu einer maximalen Reisedauer“ gelte. Unter den „250.000 Gestrandeten“ würde es sicher Versicherte geben, die diese Fristen aufgrund der Flugausfälle und des Wartens auf den Rückholflug überschritten haben. Würden nach Ablauf der Frist Behandlungen stattfinden, bestehe „formal zunächst einmal kein Versicherungsschutz“, erklärt der Experte.

Weder die Tarifschreiber der Unternehmen noch die -analysten hätten an ein solches Gesamtszenario gedacht. Deshalb enthalten die Policen standardmäßig nur die Möglichkeit der Fristverlängerung aus gesundheitlichen Gründen.

Branche sollte sich solidarisch mit ihren Versicherten zeigen

Erste Gespräche mit privaten Krankenversicherern „stimmen jedoch optimistisch“, dass solche Fälle von den Versicherungsträgern reguliert würden. Er rechnet damit, dass sich gerade die Unternehmen der privaten Krankenversicherung „solidarisch zeigen werden“, schreibt Fürderer.

Jeder negative Einzelfall berge ein hohes Reputationsrisiko für den jeweiligen Versicherungsträger und würde der in diesen „schwierigen Zeiten zu Recht beschworenen Solidarität zuwiderlaufen“, zumal die betroffenen Versicherten „unverschuldet“ in eine solche Situation rutschten.

Autor: VW-Redaktion

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