Landwirte sollen künftig günstiger an Dürreversicherung kommen

Quelle: Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Die Koalitionspartner von CDU/CSU und SPD wollen künftig die Versicherungssteuer für Risiko „Dürre“ von 19 auf 0,03 Prozent absenken. Nach Angaben aus Regierungskreisen ging bereits ein entsprechender Entwurf des Finanzressorts dazu in die Abstimmung der Ministerien.

„Die zunehmenden Extremwetterlagen auch in Deutschland haben die Koalitionsfraktionen veranlasst, neben Gefahren wie Hagelschlag, Sturm, Starkfrost, Starkregen oder Überschwemmungen auch explizit Dürreschäden in den Katalog der wetterbedingten Extremwetterereignisse im Versicherungssteuergesetz mit aufzunehmen. Mit der Gesetzesänderung soll die Möglichkeit geschaffen werden, Versicherungen gegen Dürreschäden versicherungssteuerlich genauso zu behandeln wie Versicherungsverträge zur Absicherung gegen die übrigen Wetterelementargefahren“, erklären die Unions-Finanzpolitiker Antje Tillmann und Carsten Brodesser.

Zudem lasse man „die Landwirte nicht ‚auf dem Trockenen sitzen‘, sondern haben der Landwirtschaft und der Versicherungswirtschaft bessere Rahmenbedingungen für die Absicherung von Ernteausfällen an die Hand gegeben“, betonen die beiden Unionspolitiker weiter. Hintergrund ist der Umstand, dass viele Bauern bisher auf eine Dürreversicherung verzichten. Als ein Grund gilt, dass Prämien und der Selbstbehalt relativ hoch sind.

Bereits im September 2019 hatte die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) für eine Beteiligung des Staates an einer Dürreversicherung ins Spiel gebracht.

Autor: VW-Redaktion

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