Mehrgefahrenversicherung für Bauern vor dem Abschluss?

Dürre, Bild Quelle: Sven Lachmann von Pixabay

Im September machte die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) bereits im September für eine Beteiligung des Staates an einer Dürreversicherung Druck. Nun scheint es Wirklichkeit zu werden. Die Länder versammeln sich hinter den Landwirten.

Die bayerische Initiative für die staatliche Förderung der Dürreversicherung hat Zuspruch gefunden. Die Länder empfahlen der Großen Koalition mit Mehrheitsbeschluss im Bundesrat, die Bauern beim Abschluss der Mehrgefahrenversicherungen finanziell zu unterstützen, meldet der Donaukurier mit Verweis auf einen Sprecher des bayerischen Agrarministeriums.

Wie der Vorschlag zu einer Unterstützung der Landwirte aussehen könnte, erklärte die Ministerin Kaniber bereits im September: „50 Prozent der Versicherungsbeiträge kommen von Bund und Land – 30 Prozent vom Bund, 20 vom Land. Die anderen 50 Prozent zahlt der Landwirt“, erklärte Kaniber. Ob diese Lösung oder eine andere kommen wird, ist derzeit noch offen.

Auch jetzt wirbt die CSU-Frau sie noch einmal für die Lösung. „Im Schadensfall erhalten die Versicherten viel schneller Geld als über staatliche Hilfsmaßnahmen, denen jedes Mal neu komplizierte Vorbereitungs-, Finanzierungs- und Abwicklungsfragen vorausgehen müssen.“

Der Vorschlag überrascht, denn erst kürzlich hatte das Land Baden-Württemberg den entgegengesetzten Kurs eingeschlagen und seine Landwirte zu mehr Eigenverantwortung verpflichtet – VWheute berichtete.  Die Regierung will prüfen, ob den Landwirte seitens des Landes bei der Absicherung finanziell geholfen werden kann.