Talanx bestätigt Ergebnisziel
Konzernsitz der Talanx in Hannover. Quelle: Talanx
Die Talanx-Gruppe steuert auf ein Rekordergebnis für das Jahr 2026 zu. In den ersten drei Monaten stieg das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 774 Mio. Euro. Der Vorstand bekräftigt den Plan, einen Gewinn von rund 2,7 Mrd. Euro einzufahren. Damit würde die ursprünglich für 2027 ausgegebene Strategie bereits ein Jahr früher realisiert werden.
Das Zahlenwerk der Talanx zeigt eine deutliche Verbesserung der versicherungstechnischen Profitabilität. Das entsprechende Ergebnis legte um 34 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zu, während die Combined Ratio auf 88,7 Prozent sank. Haupttreiber für diese Entwicklung war der Rückgang der Großschäden: Mit 289 Mio. Euro lagen diese weit unter dem Vorjahreswert von 881 Mio. Euro, der massiv durch Waldbrände in Kalifornien belastet war. Das anteilige Großschadenbudget von 676 Mio. Euro wurde somit bei weitem nicht ausgeschöpft. Als teuerstes Einzelereignis schlug der Wintersturm „Fern“ in Nordamerika mit 128 Mio. Euro zu Buche.
„Wir haben ein Rekord-Quartalsergebnis erreicht und unsere Profitabilität gesteigert – und haben gleichzeitig noch einen Puffer in unserem Großschadenbudget von fast 400 Mio. EUR für die verbleibenden Monate des Jahres. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir unser Ergebnisziel von ungefähr 2,7 Mrd. Euro für das Gesamtjahr erreichen werden“, sagt Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx Gruppe.
In der Segmentbetrachtung erwies sich die Rückversicherung als stärkster Ergebnistreiber. Trotz eines rückläufigen Versicherungsumsatzes von 6,5 Mrd. Euro nach sieben Mrd. Euro im Vorjahresquartal stieg der Beitrag zum Konzernergebnis um 50 Prozent auf 359 Mio. Euro. Vor allem in der Schaden-Rückversicherung machte sich das Ausbleiben extremer Naturkatastrophen bemerkbar. Die Erstversicherung steuerte insgesamt 53 Prozent zum Konzernergebnis bei. Im Bereich Corporate & Specialty fiel der Umsatz von 2,6 Mrd. Euro auf 2,5 Mrd. Euro, während das operative Ergebnis (EBIT) durch ein verbessertes Kapitalanlageergebnis leicht auf 207 Mio. Euro zulegte.
International verzeichnete Talanx ein währungskursbereinigtes Umsatzwachstum von 12 Prozent, primär getragen durch die Märkte in Polen, der Türkei und Lateinamerika. Das EBIT dieser Sparte stieg um 14 Prozent auf 299 Mio. Euro. Im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft sank der Umsatz hingegen um drei Prozent auf 791 Mio. Euro, was auf das Ende einer Kooperation mit der Targobank zurückzuführen ist. Das Segment-Ebit kletterte durch Effizienzprogramme auf 110 Mio. Euro.
Talanx blickt zudem auf eine gestärkte Kapitalbasis. Die Solvency-2-Quote erhöhte sich zum Ende des ersten Quartals auf 249 Prozent. Die Prognose von 2,7 Mrd. Euro bleibt mit den üblichen Vorbehalten behaftet: Kapitalmarktverwerfungen und die geopolitische Lage stellen weiterhin potenzielle Risiken für die Erreichung der Jahresziele dar. Die Eigenkapitalrendite wird für das Gesamtjahr bei etwa 19 Prozent erwartet.
Autor: VW-Redaktion
