Ehemaliger Generali-Manager Robert Wehn wechselt die Branche

Robert Wehn war von August 2017 bis März 2025 Vorstandsmitglied bei der Generali Deutschland (Bildquelle: Robert Wehn)

Im März 2025 verließ Robert Wehn (59) die Generali Deutschland. Es folgte eine Beratertätigkeit in Saudi-Arabien. Nun ist er CEO der DMS-Gruppe, einem mittelständischen Unternehmen in der Energiewirtschaft. Das sei eine spannende Branche, die mitten in einer umfassenden Transformation stecke, begründet Wehn die Entscheidung. „Nach vielen Jahren in der Versicherungswirtschaft reizt mich gerade diese dynamische Phase.“

Der in Köln geborene Manager machte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Industriekaufmann und studierte anschließend Wirtschaftswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er auch promovierte. Es folgten einige Jahre in der Unternehmensberatung und 1996 schließlich der Einstieg in die Generali-Gruppe. Bis 1999 war er Produktmanager bei der Central Krankenversicherung, danach war er bis 2006 in der Konzernentwicklung unter dem damaligen Namen AMB Generali. Danach leitete er die Konzern-Betriebsorganisation. Anfang 2009 wurde „AMB“ gestrichen, das Unternehmen hieß fortan Generali Deutschland Gruppe. Wehn wird 2010 COO und später CEO von Generali Deutschland Services.

Im August 2017 übernahm er im Vorstand die Position des Chief HR Officer und Arbeitsdirektors. In dieser Funktion setzte er auch ein neues Arbeitskonzept innerhalb des Unternehmens um: So gab der Versicherer damals keine festen Tage oder individuellen Quoten mehr vor, an denen Mitarbeiter mobil arbeiten könnten oder müssten. Zwischen 2023 und 2025 war er COO Generali Deutschland und DACH. Im März 2025 verließ er das Unternehmen auf eigenen Wunsch, sein Nachfolger Lars Rogge kam von Allianz Partners, VWheute berichtete.

Wehn ruhte sich nicht aus und beriet im dritten Quartal 2025 den CEO des Versicherungs-Marktführers in Saudi-Arabien, Tawuniya, in den Themen Shared Services, Digitalisierung/Automatisierung, Kostensenkung  und Business Process Management. Im November 2025 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm den CEO-Posten der DMS-Gruppe. Es handelt sich um ein mittelständisches Unternehmen. Es bietet BPO-Dienstleistungen (Business Process Outsourcing) und Automatisierungs-/Digitalisierungs-Dienstleistungen in der Energiewirtschaft an. „Die Chance, das Unternehmen weiterzuentwickeln und dabei eigene Ideen und Konzepte einzubringen, hat mich überzeugt“, begründet Wehn den Schritt gegenüber VWheute. „Die Energiewirtschaft ist eine spannende Branche, die mitten in einer umfassenden Transformation steckt. Nach vielen Jahren in der Versicherungswirtschaft reizt mich gerade diese dynamische Phase, um meine Erfahrungen in der Weiterentwicklung von Organisationen einzubringen.“

Die DMS-Gruppe mit Hauptsitz in Gera, die von der Private-Equity-Gesellschaft Avedon Capital unterstützt wird, weist 1.500 Mitarbeiter an 15 Standorten in Deutschland und Europa auf. Jüngst übernahm DMS die NEA-Gruppe, ebenfalls ein Dienstleister in der Energiewirtschaft.

Autor: VW-Redaktion

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