DEVK-Neubau: Sieger-Entwurf steht, Realisierung noch offen

DEVK-Zentrale aus der Luft. Direkt daneben, auf dem Gelände eines angrenzenden Parkhauses, soll der Neubau entstehen. Bildquelle: DEVK

Die Planung der neuen Firmenzentrale der DEVK am Kölner Zoo nimmt weiter Gestalt an: Gemeinsam mit der Stadt hat der Versicherer bekannt gegeben, welche Neubau-Pläne im Architektenwettbewerb zu überzeugen wussten. Ob der Sieger-Entwurf des Kölner Architekturbüros JSWD tatsächlich umgesetzt wird, ist aber nicht ausgemacht – auch die Zweit- und Drittplatzierten könnten noch zum Zuge kommen. So oder so ist Geduld gefragt: Allein bis zum fertigen Bebauungsplan werden wohl etwas mehr als drei Jahre vergehen.

Zwei markante Türme, einer davon rund 144 Meter hoch und damit fast so hoch wie der Kölner Dom (157 Meter) – sie sind der Blickfang im Gewinner-Entwurf der JSWD-Architekten (siehe Bild unten). Durch die nahezu identischen, zueinander angeordneten Türme und durch die schlanken Baukörper entstehe „eine stimmige städtebauliche Komposition“, lobte das Preisgericht aus Vertretern von Stadtplanung, Fraktionen, Architekten und natürlich der DEVK selbst.

Ob der Kölner Versicherer irgendwann einmal mit seiner Belegschaft in das Doppelturm-Ensemble einziehen wird, ist aber noch völlig offen. In Stein gemeißelt ist bislang nur der künftige Standort: Wo aktuell noch das Zoo-Parkhaus steht, wird in etlichen Jahren der Erweiterungsbau der benachbarten, arg in die Jahre gekommenen DEVK-Zentrale fertiggestellt sein. Möglich ist jedoch, dass der Versicherer schlussendlich dem zweitplatzierten Vorschlag der Architekten Lengfeld und Wilisch aus Darmstadt den Vorzug gibt. Auch das drittplatzierte österreichische Büro Henke Schreieck Architekten ZT darf sich noch Hoffnungen auf eine Realisierung machen.

„Welcher Entwurf tatsächlich gebaut wird, steht noch nicht fest“

„Welcher Entwurf tatsächlich gebaut wird, steht noch nicht fest“, teilte die DEVK am Montag mit. Demnach steht lediglich fest, „welche Entwürfe die Kriterien erfüllen und für die Realisierung infrage kommen“. Sicher sei zudem, dass weitere Anpassungen an den Entwürfen folgen werden. Im Zuge des Verfahrens wurde bereits das Flächenprogramm um 10.000 Quadratmeter reduziert. Wichtige Kriterien seien außerdem die Einbettung in die Stadt-Silhouette mit dem Weltkulturerbe Kölner Dom ebenso wie eine attraktive Gestaltung des Eingangs, der Außenbereiche und die Anbindung an das Bestandsgebäude. Zudem strebe die DEVK eine bestmögliche Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen an.

Platz eins im Wettbewerb ging an das Kölner Büro JSWD Architekten. Bildquelle: Yannick Schwiperich

Bis Jahresende wollen die DEVK-Gremien nun darüber entscheiden, welchen Entwurf sie umsetzen wollen. Ist das geschehen, folgen etliche weitere baurechtliche Schritte: Bevor eine Baugenehmigung beantragt werden kann, wird im nächsten Schritt ein sogenannter vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt. Nach Angaben der DEVK wird dies etwas mehr als drei Jahre in Anspruch nehmen. Bis dahin könnte die Sanierung der alten DEVK-Zentrale am heutigen Standort fast abgeschlossen sein. Ab Juli ziehen die Beschäftigten vorübergehend in die Rheinpark-Metropole nach Köln-Deutz, während das Gebäude in der Riehler Straße 190 umfassend renoviert wird (VWheute berichtete).

Im Rahmen des Wettbewerbs hat die Stadt Köln außerdem einen Ideenwettbewerb ausgelobt, der sich mit dem Umfeld und besonders mit der Verbindung von Flora und Zoo bis zum Rheinufer beschäftigen sollte. Hier hat die Jury die verschiedenen architektonischen Konzepte unabhängig von einer möglichen Realisierung bewertet und dabei zwei zweite Preise und einen dritten Preis vergeben. Den zweiten Preis teilen sich demnach die Architekturbüros BAID Architekten aus Hamburg sowie Lengfeld und Wilisch PartGmbB aus Darmstadt. Der dritte Preis geht an den ersten Preisträger für den Realisierungsteil, die JSWD-Architekten aus Köln.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Markus Greitemann, Dezernent für Planen und Bauen der Stadt Köln, „die harmonische Einbettung des Neubaus in die Nachbarschaft und die Stadt-Silhouette ist uns sehr wichtig.“ 

Autor: VW-Redaktion

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