Bancassurance: Helvetia will über Migros Bank Kfz-Versicherungen verkaufen

Die Helvetia geht mit der Migros Bank eine Partnerschaft ein. Quelle: Damian Poffert

Smile, die Online-Versicherung von Helvetia, und die Migros Bank haben eine Partnerschaft für den Vertrieb von Autoversicherungen vereinbart. Im Rahmen der Partnerschaft sollen sie Kunden mit einem Autokredit fokussieren, die zusätzlich zur Finanzierung ihres neuen Fahrzeugs einen passenden Versicherungsschutz suchen. Der Abschluss soll vollautomatisch erfolgen.

„Die Partnerschaft von Smile und der Migros Bank ist ein gutes Beispiel, wie Helvetia dank Embedded Insurance die Präsenz dort erhöht, wo Versicherungsbedürfnisse entstehen und damit die Convenience für die Kunden deutlich verbessert“, kommentiert Martin Tschopp, Chief Customer Officer von Helvetia Schweiz.

Nach dem coronabedingten Einbruch im Jahr 2021 befand sich die Helvetia zuletzt wieder auf Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr 2021 stand unter dem Strich ein Gewinn von 262,4 Mio. Franken (HJ 2020: minus 16,9 Mio. Franken). Dennoch wollen die Schweizer weiter sparen und bis 2025 rund 140 Stellen abbauen.

Das Geschäftsvolumen stieg um 21,0 Prozent auf 6.940,6 Mio. Franken (HJ 2020: 5.657,0 Mio. Franken). Zu einem wesentlichen Teil war das Wachstum auf Caser zurückzuführen, die erstmals bei einem Halbjahresabschluss in der Erfolgsrechnung enthalten ist. Ein weiterer wesentlicher Wachstumstreiber war zudem das Nichtlebengeschäft mit einem Plus von 31,0 Prozent. Die Lebensversicherung wies ein Wachstum des Geschäftsvolumens von 8,7 Prozent in Originalwährung aus.

Dennoch sollen im Rahmen des Strategieprogramms „helvetia 20.25“ bis Ende 2025 rund 100 Mio. Franken eingespart werden. „Dies geschieht hauptsächlich durch eine Reduktion der Sachkosten“, betonte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Finanzportal Inside Paradeplatz.

„Zudem werden in der Schweiz bis Ende 2022 rund 140 Stellen reduziert werden, was rund 3,5 Prozent des gesamten Personalbestands (in der Schweiz) entspricht“. Dies solle „wenn möglich über natürliche Fluktuation, Pensionierungen und reduzierte Stellennachbesetzung geschehen. Es lässt sich noch nicht beziffern, wie viele Arbeitgeberkündigungen es geben wird“.

Autor: VW-Redaktion

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