BVK vermutet Regulierung hinter Vermittlerschwund

Die Zahl der Versicherungsvermittler ist weiterhin rückläufig. Bildquelle: Axa

Die Zahl der Vermittler ist zum Jahresende weiterhin rückläufig. So ging die Gesamtzahl der Versicherungsvermittler allein im vierten Quartal um 1.744 auf insgesamt 192.789 zurück – ein Minus von 0,9 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) vermutet vor allem in der Regulierung einen Grund für das Vermittlersterben.

Demnach habe die Zahl der Versicherungsvermittler in den letzten zehn Jahren bis auf ein paar wenige Ausnahmen immer abgenommen, so der BVK. „Die zunehmende Regulierung, die unsere Berufsausübung auf ganzer Linie erschwert, lässt vermuten, dass diese auch ein signifikanter Faktor für den Rückgang der Vermittlerzahlen ist. Will man daher weiterhin ein hohes Absicherungsniveau in Deutschland gewährleisten, sollte die Regulierungsspirale gestoppt werden“, vermutet BVK-Präsident Michael H. Heinz.

„Insbesondere die Zahl der gebundenen Versicherungsvertreter hat sich allein im vierten Quartal um 1.861 vermindert. Und innerhalb nur eines Jahres verringerte sich dieser Vertriebsweg um 5.823 bzw. fast fünf Prozent. Das finden wir bedenklich, zumal gerade unser Berufsstand einen sozialpolitischen Auftrag zur Absicherung der Bevölkerung hat“, konstatiert Heinz.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Versicherungsvertreter mit eigener Erlaubnis binnen Jahresfrist um 694 bzw. rund 2,5 Prozent. „Das wiederum ist ein begrüßenswerter Trend, weil wir uns als BVK immer dafür eingesetzt haben, dass die Versicherungsvertreter unabhängig von den Unternehmen registriert sind“, betont Heinz.

Die Zahl der Versicherungsmakler stieg 2021 leicht um 0,8 Prozent auf 46.353 (2020: 45.962). „Hier sehen wir uns in unseren Aktivitäten bestätigt, das Maklerprofil des BVK zu schärfen und den BVK auch als stärksten Maklerverband zu positionieren“, betont der Verbandspräsident.

Autor: VW-Redaktion

Ein Kommentar

  • Alles hängt mit allem zusammen. Nicht geschieht einfach so. Und es gibt seit einigen Jahren Bestrebungen den Human egal wie komplett aus der Wertschöpfungskette im Bereich Finanzdienstleistung zu entnehmen. Hierbei ist zu bemerken, es nehmen nicht nur Vermittlerzahlen ab. Auch die Kräfte, welche in den s.g. Innendiensten bestehen, den nicht beratenden Einheiten z.B. nehmen ständig ab. Betriebswirtschaftlich zunächst sehr gute Anzeichen. Mehr durch weniger. Eine These die auch viele Vermittler für sich entdeckt haben. Sorgt wiederum für Fragen in den übergeordneten Vertriebsverantwortlichenebenen Für Sorgenfalten. Weil dort die Zukunftspläne der Konzerne anders kommuniziert werden und Blockchain und KI in Menschengestalt bereits klare Vorstellungen mit dem dann frei gewordenen Raum haben, diese jedoch nicht kommuniziert werden. Höhere Preise durch Verknappung des Produkts und Verringerung der Eingesetzten Ressourcen. Die s.g. eierlegende Wollmilchsau ist geboren.

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