Pensionsverpflichtungen der DAX-40-Firmen sinken um 35 Mrd. Euro

Die Pensionsverpflichtungen der 40 Dax-Untern ehmen sind 2021 laut Mercer auf rund 400 Mrd. Euro gesunken. Quelle: Deutsche Börse

Durch eine Entlastung beim Rechnungszins sind die Pensionsverpflichtungen der Dax-40-Unternehmen von 434,6 Mrd. Euro um etwa 35 Mrd. Euro auf etwa 400 Mrd. Euro gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Beratungsunternehmens Mercer. Damit liegt dieser Wert nur geringfügig unter dem Vorjahresstand von 406,7 Mrd. Euro (damals Dax-30).

Hauptgrund für den Rückgang waren versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 26 Mrd. Euro, vor allem aufgrund der Erhöhung des Rechnungszinssatzes. „Das Zinsniveau hat sich auch in diesem Jahr sehr volatil entwickelt. Im Vergleich zum extrem niedrigen Zinssatz zum Ende des Jahres 2020 hat sich der Zins schließlich deutlich erholt“, erläutert Thomas Hagemann, Chefaktuar von Mercer Deutschland.

Demgegenüber ist das Pensionsvermögen der 40 Dax-Konzerne von 280,1 Mrd. Euro um etwa sechs Mrd. Euro auf etwa 286 Mrd. Euro gewachsen. Der Vorjahreswert für den DAX-30 lag bei 265,2 Mrd. Euro. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen hat sich durch die Erweiterung des DAX kaum geändert. Für den DAX-40 (in der heutigen Zusammensetzung) lag er im Vorjahr bei gut 64 Prozent. Als Folge der Entlastungen beim Zins und der guten Kapitalmarktentwicklung ist der Deckungsgrad auf knapp 72 Prozent gestiegen.

Trotz der Aufstockung des deutschen Leitindex um zehn Unternehmen haben die meisten der neu hinzugekommenen Unternehmen nur geringfügige Pensionsverpflichtungen. Eine Ausnahme ist hingegen der Flugzeugbauer Airbus mit 23 Mrd. Euro DBO und 13 Mrd. Euro Pensionsvermögen (Stand Ende 2020). Die restlichen Einzelwerte liegen jeweils unter einer Mrd. Euro.

„Nach einem turbulenten 2020 war das Jahr 2021 geprägt durch eine weitestgehend anhaltende wirtschaftliche Erholung, insbesondere getrieben durch die Bereitstellung von Covid-19-Impfstoffen zu Jahresbeginn. Dagegen standen in der zweiten Jahreshälfte eine deutlich weniger expansive Geldpolitik, steigende Inflation sowie die angespannten globalen Lieferketten im Fokus. So zeigte sich insgesamt ein wechselhaftes Bild. Die Aktienmärkte haben sich im Jahr 2021 positiv entwickelt, während es im Anleihebereich Verluste gab“, kommentiert Jeffrey Dissmann, Leiter Investment Consulting in Deutschland bei Mercer.

Autor: VW-Redaktion

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