Aon sieht Preisanstieg und steigende Bedeutung von “Alternative Risk Retention”

Es geht nach oben in mit den Priesen - Bild von Elias Schäfer auf Pixabay.

Gute Nachrichten für die Branche: Die Preise werden über (fast) alle Sparten steigen, erklärt das Beratungsunternehmen AON. Ursächlich für die gute Nachricht ist ausgerechnet Covid-19. Allerdings rät das Unternehmen seinen Kunden dazu, Alternativen zum klassischen Versicherungsschutz zu eruieren.

Die Pandemie und wirtschaftliche Rückgang hätten zu einer gewichtigeren Underwriting-Genauigkeit und Risikoaversion der Versicherer geführt, analysiert AON. Das hat die Preise in ihrem Sinn beeinflusst. Allerdings werde sich der Preisanstieg in der zweiten Jahreshälfte “wieder abschwächen”, nachdem die Preise eine Höchstmarke erreicht haben, wie es “zuletzt im Jahr 2003” der Fall war. Der Grund für die Abschwächung wäre die “Einführung weiterer Kapazitäten in den Markt” erklärt Cynthia Beveridge, President of Aon Broking. Das Unternehmen spricht von 20. Mrd. Dollar weltweit.

Die Preisgestaltung bleibe weiter eine Herausforderung, zu groß sind die Unsicherheiten am Markt derzeit. Doch die schrittweise Einführung von Impfungen und die genannten zusätzlichen Kapazitäten sollten zu Erleichterungen in diesem Bereich führen.

Captive statt Police?

Die genauere Formulierung der Bedingungen im Bereich übertragbarer Krankheiten und Cyberversicherung werde weiter zunehmen, ist sich AON sicher. Die Risikokomplexität werde weiterhin durch die Verletzlichkeit der Lieferketten beeinflusst. Ebenso spielen virtuelle Arbeit, ökonomische Unsicherheiten und Wettervolatilität in diesen Prozess hinein. Aus diesem Grund werden die Bedeutung von “Alternative Risk Retention” und “financing strategies” zunehmen, erklärt das Unternehmen.

Der kommende Satz wird die Branche wohl nicht erfreuen: “Wenn die Erneuerungsrunden anstehen, raten wir unseren Kunden Alternativen wie Captives in Betracht zu ziehen”, erklärt Hugo Wegbrans, global Chief Broker Officer, Commercial Risk Solutions bei AON.  

Autor: VW-Redaktion

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