Gewerkschaft fordert Corona-Zuschlag für Versicherungsmitarbeiter

Sollten die Versicherer ihren Angestellten einen Corona-Bonus bezahlen? Bild von Gerd Altmann auf Pixabay.

Eine Forderung nach Geld für alle kommt stets gut an. Das dachte sich wohl auch die nicht tariffähige Gewerkschaft NAG und fordert 1.500 Euro für jeden Beschäftigten in der Branche. Die Begründung ist nachvollziehbar.

Die Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG) hat sich mit der Forderung an den Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) gewandt, innerhalb des Verbandes auf die einheitliche Zahlung von Corona-Zuschüssen hinzuwirken. Das wäre aktuell besonders lukrativ, denn die Bundesregierung erlaubt Unternehmen bis Mitte des Jahres, den Beschäftigten einen steuer- und sozialversicherungsfreien Corona-Bonus von bis zu 1.500 Euro zu zahlen.

„Landauf, landab werden Rekordgewinne verzeichnet“, erklärt Gaby Mücke, Vorsitzende der Gewerkschaft. Doch das ginge wenigstens teilweise zu Lasten der Angestellten. „Viele Beschäftigte gehen infolge der Situation mittlerweile „auf dem Zahnfleisch“, der für alle Beteiligten unfreiwillige Homeoffice-Marathon inklusive Homeschooling verlange den Mitarbeitern viel ab. Die Branche habe ihre technologische Leistungsfähigkeit durch das Ermöglichen flächendeckender Homeoffice Lösungen unter Beweis gestellt, doch die Beschäftigten “hielten und halten” das Geschäft “am Laufen”. Das sollte für die “leistungsfähige und gesunde Branche” Anlass genug sein, den Corona Bonus “flächendeckend zu nutzen”. Auf diese Weise würde auch ein “erkennbarer und nötiger volkswirtschaftlicher Beitrag” von der Branche ausgehen, um “solidarisch anderen zu helfen”.

Was sagt der AGV?

Und was machen die Arbeitgeber? “Der Arbeitgeberverband spricht generell an seine Mitgliedsunternehmen keine Empfehlung aus, finanziellen Leistungen jenseits des Tarifvertrages zu erbringen. Dies ist ausschließlich Sache der Mitgliedsunternehmen”, erklärt Michael Niebler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des AGV.

Autor: VW-Redaktion

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