Bitkom: Klassische Vermittler profitieren von der Online-Angeboten

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Analog oder digital: Versicherungsvermittler scheinen von den Angeboten durchaus zu profitieren. So geben vier von zehn Personen in Deutschland ab 18 Jahren (39 Prozent) an, dass sie sich gerne online über Versicherungen informieren, dann aber doch lieber persönlich bei einem Vermittler abschließen. Darüber hinaus lassen sich 22 Prozent der Bundesbürger persönlich beraten, um dann den Abschluss per Internet zu tätigen.

Insgesamt dürfte die Anzahl der Versicherungsabschlüsse weiter steigen: Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) gibt an, inzwischen häufiger die Versicherung zu wechseln, weil er sich über Online-Vergleichsportale einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Anbieter verschaffen kann. 42 Prozent sind durch das Internet auf preislich günstigere Versicherungen aufmerksam geworden, 40 Prozent auf Angebote mit besseren Leistungen. Dies geht aus einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter 1.004 Personen in Deutschland ab 18 Jahren hervor.

Quelle: Bitkom

Das größte Vertrauen in Versicherungsfragen genießen demnach weiterhin Freunde und Familie. Neun von Befragten (90 Prozent) sehen sie in dieser Hinsicht als vertrauenswürdig oder sogar sehr vertrauenswürdig an. Mit deutlichem Abstand folgen die Verbraucherzentralen (45 Prozent). Dahinter liegen fast gleichauf Versicherungsmakler (41 Prozent), die Policen verschiedener Anbieter im Angebot haben, gegen Honorar tätige Versicherungsberater (41 Prozent) und Online-Verbraucherportale (39 Prozent), die über Versicherungsthemen informieren.

Ebenfalls ähnlich vertrauenswürdig gelten klassische Medien wie Tageszeitungen oder Radio (36 Prozent) und Online-Vergleichsportale (36 Prozent), auf denen man auch direkt eine Versicherung abschließen kann. 31 Prozent halten Versicherungsvertreter eines einzelnen Anbieters für vertrauenswürdig. 

„Es gibt in der Versicherungswelt kein Entweder-oder in Bezug auf online oder analog. Die Kunden nutzen die Angebote sehr unterschiedlich und zumindest die Versicherer, die eine breite Kundengruppe ansprechen, müssen sich überall entsprechend präsentieren. Sehr deutlich zeigt sich: Neue Online-Angebote ersetzen traditionelle Angebote wie die persönliche Beratung häufig nicht, sie werden von den Kunden ergänzend genutzt.“

Fabian Nadler, Bereichsleiter Digital Insurance & Insurtech beim Digitalverband Bitkom

Angebote wie Online-Versicherungsmanager, die einen digitalen Überblick über die eigenen Versicherungen geben und Vorschläge für Vertragsänderungen machen, gelten immerhin schon bei rund jedem Vierten (23 Prozent) als vertrauenswürdig und rangieren damit noch vor den Bankberatern (20 Prozent). Schlusslicht bei Versicherungs-Ratschlägen sind soziale Netzwerke, denen nur 13 Prozent vertrauen.

„Versicherungsentscheidungen gelten häufig für einen langen Zeitraum und können eine große Bedeutung für das eigene Leben haben. Es empfiehlt sich daher, verschiedene Informationsquellen zu nutzen, bevor man eine Entscheidung trifft. Gerade online kann man sich bequem und schnell einen guten Überblick über Versicherungen verschaffen, die sich für die eigene Lebenssituation eignen“, kommentiert Fabian Nadler, Bereichsleiter Digital Insurance & Insurtech beim Digitalverband Bitkom.

Autor: VW-Redaktion

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