Prämien in Industrieversicherung steigen zweistellig

Der Münchener Verein mit Rekordergebnis. Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Die Versicherer atmen auf. Die weltweiten Preise für Industrieversicherungen zeigen im ersten Quartal 2020 ein Wachstum um durchschnittlich 14 Prozent, zeigt der Global Insurance Market Index von Marsh, einem Versicherungsmakler und Risikoberater. Der Anstieg erfolgte „trotz minimaler Auswirkungen der globalen COVID-19-Pandemie auf die Preisgestaltung im ersten Quartal“.

Global betrachtet stiegen die Preise für Sachrisiken im Durchschnitt um 15 Prozent, für Financial Lines um fast 26 Prozent. Im Bereich Haftpflicht ist ein Anstieg der Preise um durchschnittlich 5 Prozent zu verzeichnen, schreibt Marsh. Der genannte  Index spiegelt die weltweiten Entwicklungen an den Versicherungsmärkten in den USA, Großbritannien, Kontinentaleuropa, Lateinamerika, Asien und Pazifik wider.

Da Bilder mehr sagen als tausend Worte hat Marsh eine Grafik zur Preisentwicklung weltweit vorbereitet.

Quelle: Marsh

Je nach Region variieren die Anstiege, was beispielsweise im Bereich Komposit deutlich wird. Der Markt in Kontinentaleuropa steht hinter den Regionen Pazifik, Amerika, und UK hinten an.

Quelle: Marsh

Steigende Preise helfen den Industrieversicherern bei der Bewältigung ihrer komplexen Probleme (siehe Meldung zu Q1-Zahlen der Allianz), die sich oft in einer ungünstigen Combined Ratio manifestieren. Beispielsweise kämpften die Axa XL und die Allianz-Tochter AGCS mit diesem Problem, wie das VWheute-SCHLAGLICHT zum Thema zeigt.

Beide Unternehmen kalkulierten bei ihren Plänen für die Zukunft steigende Prämien ein, das erste Quartal gibt ihnen recht.

Autor: VW-Redaktion