Willis Towers Watson: Banken sind wichtigster Vertriebsweg für private Altersvorsorgeprodukte

Frankfurt am Main. Quelle: Bild von skeeze auf Pixabay

Die Banken waren 2018 der wichtigste Vertriebsweg für private Altersvorsorgeprodukte (pAV). Mit einem Anteil von 36 Prozent verfügen diese über den größten Teil am Neugeschäftsvolumen nach APE. Damit liegen die Banken noch vor den Einfirmenvermittlern (33 Prozent) und Maklern/Mehrfachagenten (28 Prozent). Dies geht aus einer aktuellen Analyse von Willis Towers Watson hervor.

Demnach lösten die 88 analysierten Lebensversicherer im Jahr 2018 ein Volumen von 5,6 Milliarden Euro nach APE ein. Davon machen die pAV-Produkte mit 3,5 Mrd. Euro einen Anteil von 62 Prozent aus. Allerdings liegen die Kreditinstitute nur bei den Einmalbeiträgen mit einem Anteil von 44 Prozent deutlich vorne. Bei laufenden Beiträgen hingegen liegen sie mit 26 Prozent hinter den Einfirmenvermittlern (41 Prozent) und Maklern und Mehrfachagenten (29 Prozent).

Quelle: Willis Towers Watson

Eine weitere Erkenntnis: „Erwartungsgemäß spielen die Produkte für private Altersvorsorge für die Banken mit 75 Prozent, für die Einfirmenvermittler mit 62 Prozent und für Makler und Mehrfachagenten mit 55 Prozent (Anteil am eingelösten APE-Volumen) die größte Rolle im Neugeschäft. Die Produkte der Lebensversicherer sind in den Zeiten geringer Zinsen ein gutes Angebot an die Bankkunden, die größere Summen anlegen wollen“, betont Henning Maaß, für die Studie verantwortlicher Berater bei Willis Towers Watson.

„Banken haben oft umfassende Einsicht in die Finanzsituation ihrer Kunden. Die Produkte der Lebensversicherer sind in den Zeiten geringer Zinsen ein gutes Angebot an die Bankkunden, die größere Summen anlegen wollen.“

Henning Maaß, Berater bei Willis Towers Watson

Allerdings vermitteln die Banken mit 1.224 Euro bei den laufenden und mit 36.388 Euro bei den einmaligen Beiträgen nicht die höchsten pAV-Durchschnittsbeiträge. Diese werden mit 1.466 Euro bzw. 68.068 Euro von den Maklern und Mehrfachagenten erzielt.

Quelle: Willis Towers Watson

„Bei diesen Zahlen scheint sich die etwas vermögendere Klientel der Makler und Mehrfachagenten widerzuspiegeln. Die pAV-Durchschnittsbeiträge im Direkt- und übrigen Vertrieb darf man jedoch nicht überinterpretieren. Erstens sind die Stückzahlen dort ziemlich gering und zweitens auf wenige Anbieter konzentriert“, so Maaß.

Autor: VW-Redaktion

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