„Es ist immer einfach, die Schuld auf den GDV zu schieben“

Nach langatmigen Verhandlungen wurde im März der Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge vorgestellt. Hinter den Kulissen wird die politische Entscheidung jetzt aufgearbeitet. Wie beeinflusst sie das Geschäft? Wie müssen Produkte nachjustiert werden? Aber auch der Frage, wie es zu einer Lösung kam, die den Versicherern nicht gerade hilft, muss sich die Branche stellen. Mit einem Lobbybudget von über 15 Millionen Euro steht die Assekuranz mit dem GDV zwar an der Spitze der politischen Interessenvertretung, konnte den Systembruch jedoch nicht verhindern. VWheute hört, dass der GDV in den Diskussionen „allein auf weiter Flur“ stand.

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GDV lässt bei Kritik an Auszahlplänen nicht locker

Bis diesen Freitag nimmt das Bundesfinanzministerium noch Stellungnahmen an für seinen Referentenentwurf zur Neugestaltung der staatlich geförderten privaten Altersversorgung – die Fondsindustrie jubelt bereits, weil auch Auszahlungspläne, die bis zum Alter 85 laufen müssen, möglich sein sollen. Der Versichererverband GDV begrüßt zwar die aus seiner Sicht überfälligen Reformbestrebungen – pocht zugleich aber auf den Wert einer lebenslangen staatlich geförderten Rente. Diese könnte durch die geplanten Absenkung des Garantieniveaus deutlich steigen, wie der Verband vorrechnete.

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pAV-Reformgesetz: „Lebenslange Absicherung bleibt auf der Strecke“

Am 23. September wurde der Referentenentwurf zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge im Bundesfinanzministerium letztmalig bearbeitet. Jetzt ist das Papier für Stellungnahmen offen. Die Versicherer werden Einwände haben. Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) dagegen spricht von einer Revolution. Der Grund ist einfach: Mit der aktuellen Fassung würden die Renditemöglichkeiten des Kapitalmarktes viel stärker genutzt werden.

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Willis Towers Watson: Banken sind wichtigster Vertriebsweg für private Altersvorsorgeprodukte

Die Banken waren 2018 der wichtigste Vertriebsweg für private Altersvorsorgeprodukte (pAV). Mit einem Anteil von 36 Prozent verfügen diese über den größten Teil am Neugeschäftsvolumen nach APE. Damit liegen die Banken noch vor den Einfirmenvermittlern (33 Prozent) und Maklern/Mehrfachagenten (28 Prozent). Dies geht aus einer aktuellen Analyse von Willis Towers Watson hervor.

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