Axa verkauft Osteuropa-Geschäft nur an Generali, Uniqa oder VIG

Quelle: Laurent Grassin / flickr

Axa zieht aus weniger profitablen Märkten zurück und will daher das Versicherungsgeschäft in Polen, Tschechien und der Slowakei veräußern. Der potenzielle Käufer müsste bis zu einer Mrd. Euro locker machen, berichtet Bloomberg. Deshalb seien im Bieterkreis nur noch drei Versicherer übrig.

Thomas Buberl hat etwas Einzigartiges geschafft: Er ist Chef einer französischen Finanzikone – als Deutscher. Und er gibt dem Konzern in Paris einen neuen Kurs und eine neue Strategie. Viel Gegenwind bekam er nicht wirklich. Selbst mit dem milliardenschweren Übernahme-Coup der XL-Group ist er durchgekommen. Der Preis war wohl zu hoch, aber günstiger kriegt man große Fische zur Zeit nicht gefangen.

Seine Augen richtet Buberl eben auf die Zukunftsmärkte – und diese befinden sich vor allem in Asien. Um dort Fuß zu fassen, muss man sich vom Ballast trennen. Daher verkauft Axa konsequent alles, was nicht profitabel erscheint. Nun will sich der Versicherer von den Töchtern in Polen, Tschechien und Slowakei trennen. Auch im Nahen Osten soll Medienberichten zufolge das Geschäft verkauft werden.

Laut Bloomberg kommen für Osteuropa nur noch drei Käufer in Frage: die beiden österreichischen Konkurrenten Vienna Insurance Group und die Uniqa Insurance Group sowie die Generali aus Italien.

Die VIG und Uniqa sind große Player in vielen Ländern Mittel-, Südost- und Osteuropas und haben bereits Erfahrungen mit Axa gemacht. Die VIG hat Axa in den vergangenen Jahren bereits die Töchter in Rumänien und Serbien abgekauft. Uniqa hat Anfang des Jahrtausends das Axa-Geschäft in Österreich, Ungarn und Liechtenstein übernommen.

Die Generali war selbst oft das Übernahmeziel vieler großerer Versicherer, darunter auch der Axa. Inzwischen scheint das Sparprogramm der Italiener zu wirken. Generali verabschiedete sich selbst aus vielen Märkten, scheint aber Interesse für die Filetstücke in Osteuropa zu haben.

Autor: VW-Redaktion

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