Warum Kunden ohne den Vermittler nicht durch den Finanzalltag kommen

Quelle: Bild von aymane jdidi auf Pixabay

Braucht es in digitalen Zeiten überhaupt noch einen Vermittler? Diese Frage beschäftigt heute und morgen wohl auch wieder die Messebesucher der DKM. Die Gothaer hat einmal im Rahmen einer repräsentativen Umfrage bei den Kunden nachgefragt – mit wenig überraschenden Antworten.

Bei Abschluss eines Neuvertrages setzen demnach die meisten Befragten auf den Versicherungsberater, bei Abschluss einer Lebensversicherung oder Altersvorsorge sind es sogar 74 Prozent. Auch Sachversicherungen (60 Prozent) oder Krankenzusatzversicherungen (53 Prozent) werden bevorzugt über den Vermittler abgeschlossen. Am liebsten online würden 32 Prozent eine Krankenzusatzversicherung und 30 Prozent eine Sachversicherung abschließen.

Eine Altersvorsorge oder Lebensversicherung würden dagegen nur 16 Prozent über das Internet abschließen. Per Telefon (unter zehn Prozent) oder Chat (ein Prozent) würde kaum jemand eine Versicherung abschließen. Die Kommunikation mit dem Versicherungsunternehmen wünschen sich dagegen die meisten Befragten per Telefon (47 Prozent).

Hier folgt der Versicherungsberater mit 26 Prozent knapp vor der Mailkommunikation mit 24 Prozent. Dabei bevorzugen über 50-jährige Befragte (31 Prozent) eher den persönlichen Kontakt mit dem Berater als jüngere Befragte unter 30 Jahren (17 Prozent).

Zudem informieren sich laut Umfrage 49 Prozent der Befragten vor Abschluss einer Versicherungspolice bei Freunden und Verwandten. Immerhin 40 Prozent der Befragten suchen ihre Informationen bevorzugt über Vergleichsportale, 39 Prozent gehen direkt auf die Website der Anbieter.

Beim Abschluss von Sachversicherungen würde sich sogar die Hälfte über Vergleichsportale vor dem Neuabschluss informieren. Einen unabhängigen Vermittler würden 21 Prozent bei Krankenzusatzversicherungen, 30 Prozent bei Sachversicherungen und 32 Prozent bei Altersvorsorge und Lebensversicherungen zu Rate ziehen.

Dabei spielt persönliche Kompetenz noch immer eine wichtige Rolle: Besonders wichtig ist diese Eigenschaft für 84 Prozent der Befragten, wenn es um die Altersvorsorge und die Lebensversicherung geht. Ebenso legen die befragten Bürger Wert auf eine verständliche Beratung (80 Prozent) sowie eine umfassende Analyse des eigenen Versicherungsbedarfs (77 Prozent).

Bei Krankenzusatz- und Sachversicherungen sind die Gewichtungen nach Angaben der Gothaer gleich, nur die absoluten Werte sind etwas geringer. Auf eine schnelle und punktuelle Beratung legen fast 40 Prozent der Befragten Wert. Das sympathische Auftreten des Beraters ist für ein Viertel der Teilnehmer besonders wichtig.

Im Rahmen der repräsentativen Umfrage hatte die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH Anfang Oktober insgesamt 1.004 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Autor: VW-Redaktion

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